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Luckauer Autohaus gibt Gas

Die Geschäftsführer und Gesellschafter Ingo Haberland (r.) und Andreas Tosch vor der Fläche, auf der schon bald die neue Halle stehen wird.
Die Geschäftsführer und Gesellschafter Ingo Haberland (r.) und Andreas Tosch vor der Fläche, auf der schon bald die neue Halle stehen wird. FOTO: be
Luckau. Auf dem Gelände des Autohauses Tosch an der Berliner Straße beginnen in dieser Woche Bauarbeiten. Es entsteht eine neue Kia-Ausstellungshalle, die mit 640 Quadratmetern drei Mal so groß sein wird wie der bisherige Ausstellungsraum. Carmen Berg

Dieser wird zu einem Diagnosezentrum mit zusätzlicher Werkstattfläche umgestaltet, "denn unsere Werkstatt platzt aus allen Nähten", sagt Mitgesellschafter und Geschäftsführer Ingo Haberland. Die Investition, die vom privaten Verpächter des Geländes unterstützt wird, beziffert er auf eine knappe Million Euro. Mit dem Neubau sollen Abläufe noch effektiver werden, die Bedingungen für die Kunden und die mittlerweile 30 Mitarbeiter werden sich dem Geschäftsführer zufolge weiter verbessern.

"Wir haben uns gut am Markt etabliert, jetzt geht es darum, den Standort und die Arbeitsplätze auch für die Zukunft zu sichern", so Ingo Haberland. Dafür bleibt das Unternehmen, das 1990 von Senior Helmut Tosch in Waltersdorf gegründet wurde und seit 1993 in Luckau ansässig ist, nicht nur baulich am Ball. Ständige Weiterbildungen der Mitarbeiter stehen ebenso auf der Agenda wie die Lehrausbildung. "Auch in diesem Jahr stellen wir wieder zwei neue Azubis ein", sagt Ingo Haberland. Zudem gibt es eine Premiere. Erstmals begleitet das Autohaus als Partner der Staatlichen Berufsakademie Sachsen eine junge Frau beim Erwerb des Bachelors. Sie wird im Oktober ihr praxis-kombiniertes Studium mit den Schwerpunkten Betriebswirtschaft und Handel beginnen. Weil sich diese Möglichkeit bot, kehre die Studentin in spe nach Jahren in den alten Bundesländern in die Heimat zurück, erzählt der Chef.

Neben dem eigenen wirtschaftlichen Erfolg ist es ihm wichtig, dass in der Region etwas passiert, dass Luckau lebenswert und lebendig bleibt. "Man sollte sich dort, wo man arbeitet und lebt, auch einbringen", so die Devise von Ingo Haberland. Zwei Mal ist das Autohaus vom südkoreanischen Autobauer Kia bereits mit dem Platinum Dealer geehrt worden, einer Auszeichnung für die 20 erfolgreichsten Händler in Europa. "Wenn Luckau auf diese Weise europäisch in Erscheinung tritt, ist das doch gute Werbung für die Kleinstadt", sagt er.

Im Unternehmen, das neben Kia auch die Marken Peugeot und Ford betreut, arbeiten bereits viele junge Leute. "Von der Altersstruktur sind wir für die nächsten Jahre gut aufgestellt", so der Geschäftsführer. Dennoch sei die geplante Großinvestition auch Ausdruck für den demografischen Wandel. "Gute Arbeitsbedingungen, modernster Standard, sind wichtig, wenn wir qualifiziertes Fachpersonal halten und neue gute Mitarbeiter gewinnen wollen", sagt er. Aktuell gesucht werden ein weiterer KfZ-Mechaniker sowie ein Serviceberater.

Voraussichtlich zu Beginn der nächsten Woche wird der Grundstein für die neue Halle gelegt. Wenn sie steht und auch die Kundenberatung dorthin umzieht, schließt sich der Umbau des alten Ausstellungsraumes zur Werkstatt an. Zum 1. Januar 2018 soll alles fertig sein.