ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 10:59 Uhr

Es gibt schon Karten
Zur Altstadtnacht geht es hinab in die Luckauer Unterwelt

  In ihren Keller entführt Peggy Bebök-Schibor vom Haus Am Markt 26 Besucher bei der Altstadtnacht. Keller und Wohnhaus entstanden im 17. und 18. Jahrhundert.
In ihren Keller entführt Peggy Bebök-Schibor vom Haus Am Markt 26 Besucher bei der Altstadtnacht. Keller und Wohnhaus entstanden im 17. und 18. Jahrhundert. FOTO: Foto Zahn
Luckau. Die Luckauer Altstadtnacht wirft bereits ihre Schatten voraus: Kirche, Keller und Kneipen bieten Musik für jeden Geschmack und spannende Zeitreisen. Von Carmen Berg

In Kellern, Kirchen und Kneipen erwartet die Besucher am Sonnabend, 7. September, musikalische Vielfalt bei der Luckauer Altstadtnacht. Seit im Jahr 2017 der bürgeroffene Gewerbeverein „Wir sind Luckau“ die Organisation von einer Agentur übernommen hatte, ist das traditionelle Event wieder zu einem Magneten geworden. „Daran wollen wir erneut anknüpfen“, sagt Tino Wolff vom Organisatoren-Team und kündigt neben Bewährtem einige Neuerungen an.

Eröffnet wird die lange Nacht um 18 Uhr vom Kammerchor Cantemus mit Werken weltlicher Chormusik in der farbig ausgeleuchteten Nikolaikirche. Ab 19.30 Uhr laden die Altstadtwirte in ihre Lokale ein, zudem öffnen Luckauer ihre historischen Höfe und Kellergewölbe. „An insgesamt 17 Spielstätten – so vielen wie noch nie –  können die Besucher Musik unterschiedlicher Genres erleben, aber auch auf Entdeckungsreise in die Unterwelt gehen oder auf Türme steigen,“ sagt Tino Wolff.

Diesmal wieder geöffnet ist der Heinehof, wo die Schlagerband „Verwöhn Aroma“ ihren Auftritt hat. In der Georgenkapelle auf dem Marktplatz bewirten die neuen Betreiber des Lokals Ambrosius 23, dessen Umbau in der ehemaligen Bowlingbahn noch nicht abgeschlossen ist, die Flanierer zu Klängen der „Easy Life Band“. Da rund um den Markt zahlreiche weitere Angebote zur Einkehr locken, ist keine eigene Markt-Bühne geplant, erklärt Tino Wolff.

Im Klosterhof auf dem ehemaligen JVA-Gelände gastieren DJs mit elektronischer Musik. Der Klostersaal wird währenddessen zur offenen Bühne für Nachwuchsmusiker und -talente, die sich im Rahmen der Altstadtnacht gern einmal einem breiteren Publikum präsentieren möchten. Gedacht sei das Angebot für Solisten und Duos, die bisher womöglich eher im stillen Kämmerlein gesungen und musiziert haben. „Traut euch“, ermutigt Tino Wolff. Die Offene Bühne sei kein Wettbewerb. Es gehe um den Spaß an der Freude. Wer mitmachen möchte, kann sich bis Ende August noch per Mail unter kultur@luckau.de anmelden.

Zur Entdeckungsreise in die Luckauer Stadtgeschichte laden sieben Gewölbekeller und Höfe ein. Neu dabei sind Keller und Hof im Gebäude der Markt-Apotheke. Wie dort Solistin Sidney Schulze aus Nordrhein-Westfalen mit Modern Pop und Balladen werden bei allen  anderen Gastgebern ebenfalls Musiker die Gäste unterhalten. Die Palette reicht von Klassik über Akustik Rock bis zum Schlager. Dazu gibt es Wissenswertes über die jeweiligen Keller zu erfahren. Bei  Führungen werden die Hauseigentümer von Luckauer Bohnstedt-Gymnasiasten unterstützt.

Nur an diesem Abend geöffnet ist der Bergfried. In amüsanten Szenen erzählt die Theaterloge dort vom Leben der früheren Wirtsleute. Wer statt in die „Unterwelt“ lieber hoch hinaus möchte, kann den „alten Uhrmacher“ beim Aufstieg auf den Hausmannsturm begleiten. Aufgrund der großen Nachfrage im Vorjahr finden diesmal drei geführte Zeitreisen ins Innere des Turmes statt, kündigt Tino Wolff an.

Eine Modenschau der Boutique „Biancy“ um 19.30 Uhr auf dem Markt, geöffnete Museen sowie das Mitternachtskonzert „Live is Life – vom Leben und der Liebe“ in der Nikolaikirche bereichern ebenso das Rahmenprogramm.

Hinweisen aus dem Vorjahr folgend, haben die Orgaisatoren den Veranstaltungs-Flyer mit einem Lageplan der Spielstätten versehen. Außerdem wird auf dem Markt wieder ein Info-Punkt eingerichtet, wo für Kurzentschlossene ebenso wie an allen anderen Anlaufpunkten am 7. September noch Tickets zum Preis von zehn Euro  an der Abendkasse zu haben sind. Der Vorverkauf der Eintrittsbändchen zum Preis von acht Euro hat begonnen und läuft noch bis zum 6. September.