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| 15:08 Uhr

Luckau wird wieder zur Lesestadt

Luckau.. Grünes Licht gaben die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend dem Projekt Kinder- und Jugendbibliothek in der Luckauer Grundschule. Gabriele Bernhardt


Der Förderverein der Einrichtung hatte darum gebeten, die Kinder- und Jugendbücher aus der ehemaligen Stadtbibliothek kostenlos übernehmen zu können (die RUNDSCHAU berichtet). In eigener Regie und mit ehrenamtlichen Kräften will der Verein die Bibliothek in der Grundschule weiterführen und für Schüler und Einwohner zu Beginn des neuen Schuljahres im ehemaligen Zeichenraum der Bildungseinrichtung öffnen.
Zustimmung der Stadtverordneten gab es auch dafür, die Literatur für Erwachsene aus der geschlossenen kommunalen Bibliothek in die Stiftungsbibliothek von Prof. Helga Ninnemann zu überführen. Im Rathaus wird am Sonntag die Stiftungsbibliothek „Forum Umwelt und Mensch“ eröffnet. Helga Ninnemann hatte testamentarisch verfügt, dass der Nachlass ihrer Bücher in Luckau in eine öffentlichen Bibliothek übergehen soll. Über die Stiftung wird auch eine Arbeitskraft bezahlt, die „durch Ehrenamtliche Unterstützung finden muss“ , so Bürgermeister Harry Müller. „Allerdings werden wir im Rathaus Raumnot bekommen.“ Denn zu den Büchern der Ninnemann-Stiftung kommen jetzt noch einmal mehr als 5000 Bücher aus der kommunalen Bibliothek dazu.
Die Frage werde sich stellen, welche Bücher kommen in die Ausleihe und welche verbleiben in Kisten? Entsorgt werde aber kein einziges Buch, versicherte Müller.
Die Stadtverordneten begrüßten mehrheitlich, dass sich die Stadt Luckau als Pilotkommune zur Reformierung des kommunalen Brandenburger Haushaltsrechts bewirbt. Nachgefragt wurde von Heiko Terno, welche finanziellen Auswirkungen das auf den Haushaltsetat habe. Schließlich hätte der Kreis dafür etwa eine Million Euro veranschlagt. „Die Frage nach den Kosten wurde mehrfach auch bei der Auftaktveranstaltung in Potsdam gestellt“ , sagte Kämmerer Thomas Rohr. Beantwortet werden konnte sie aber auch dort nicht. Abhängig seien diese von der Beschaffung neuer Hart- und Software sowie der Qualifizierung der Mitarbeiter. „Wir haben bereits neue Software angeschafft, mit der die doppelte Haushaltsführung möglich ist“ , so Rohr. Und Müller hofft, dass es für die Kommunen, die das neue Rechnungswesen ausprobieren, auch die eine oder andere Vergünstigung zu erwarten sei.
Bleibt abzuwarten, ob das Land Luckau als Versuchskaninchen auch will. Denn als Pilotkommunen kommen nur solche in Betracht, die einen ausgeglichenen Haushalt haben.