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Luckau will kein Geld mehr in Crinitzer Verband pumpen

Fürstlich Drehna.. Luckau und auch Heideblick wollen nicht weiter Geld in den von Schulden geplagten Trink- und Abwasserzweckverband (TAZV) Crinitz pumpen. Tilo Winkler

Die Bürgermeister beider Kommunen, Harry Müller und Bodo Lott (beide parteilos) verweigerten dem TAZV-Wirtschaftsplan für das Jahr 2007 ihre Zustimmung. Der Finanzplan wurde während der vergangenen Sitzung der Verbandsversammlung trotzdem beschlossen. Luckau und Heideblick sind darin in der Minderheit. Die Bürgermeister vertreten dort nur den Luckauer Ortsteil Fürstlich Drehna und das Heideblick-Dorf Weißack.
Luckau und Heideblick sollen neben der unstrittigen Verbandsumlage in Höhe von rund 52 000 Euro für Fürstlich Drehna und 21 000 Euro für Weißack zusätzlich mehr als 103 000 Euro bzw. 42 000 Euro an den Verband zahlen. Das ist Geld, das nach Angaben von Dirk Gebhard das Land Brandenburg zurückfordern wird. Gebhard ist als Chef der Kommunalaufsicht Elbe-Elster mit der Führung des Crinitzer Verbandes bis zu dessen Auflösung beauftragt. „Der TAZV erhält Geld aus dem Schuldenmanagementfonds des Landes“ , erläuterte Gebhard. Mitgliedsgemeinden, die zahlungsfähig seien, müssten die Finanzhilfen aber erstatten. Dazu zählten Luckau und Heideblick. Crinitz und die Gemeinde Massen für das Mitgliedsdorf Babben (Elbe-Elster) dagegen würden wahrscheinlich von der Rückzahlung befreit, so Gebhard. Auf diese Gemeinden entfielen 345 000 bzw. 28 000 Euro aus dem Schuldenfonds.
Der Haushaltsplan von Luckau erlaube eine Zahlung der 103 000 Euro nicht, erklärte Bürgermeister Harry Müller. Er werde Widerspruch gegen den Bescheid einlegen. Ähnlich reagierte Heideblick-Bürgermeister Bodo Lott.