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Luckau will 2017 Tarif-Dschungel im Bad auslichten

Die Stadt Luckau zieht Bilanz ihrer Freibadsaison
Die Stadt Luckau zieht Bilanz ihrer Freibadsaison FOTO: Foto-Zahn
Luckau. "Der September hat uns gerettet", sagt Badleiterin Stefanie Wildau mit Blick auf die vergangene Freibadsaison. Wie sie vor dem Schul- und Sozialausschuss erklärt hat, wurden insgesamt 30 233 Besucher gezählt und damit nur rund 2000 weniger als im Hitzesommer 2015. Carmen Berg

Mehr kostenlose Nutzer

Rund 6500 Wasserratten nutzten das Bad bei freiem Eintritt, insbesondere Kita- und Schülergruppen. "Daraus erklärt sich bei kostenlosen Nutzern gegenüber dem Vorjahr ein deutlicher Anstieg um mehr als 2000. Es gab mehr Badetage außerhalb der Ferien", so Stefanie Wildau. Rekord sei ein Abbaden am 15. September bei 26 Grad Luft- und 22 Grad Wassertemperatur gewesen. "Das war noch nie da", so die Badleiterin

Bereits seit 2015 gelten Rabatte für Feuerwehrleute sowie für Badegäste, die mit Bussen der Regionalen Verkehrsgesellschaft (RVS) Dahme-Spreewald anreisen. Die Ermäßigungen waren in den politischen Gremien vor ihrer Einführung wegen Luckaus Haushaltslage heiß diskutiert worden. Allerdings erwies sich der Bus-Rabatt 2016 als Ladenhüter, "trotz Werbung in den Bussen", wie Stefanie Wildau auf Nachfrage von Olaf Schulze (CDU) sagte. Zehn Prozent Ermäßigung auf das Badticket bei Busanreise seien offenbar ein zu geringer Anreiz, nur 17 Badegäste machten davon Gebrauch, 2015 waren es 70, erklärte sie. Die Stadt hatte sich von der Kooperation mit der RVS eine Entspannung bei der Parkplatzsituation am Freibad versprochen.

50 Prozent Ermäßigung bekommen Feuerwehrangehörige auf die Einzelkarte. 111 Floriansjünger nutzten das, davon 106 Erwachsene, so die Badleiterin.

Noch Luft nach oben

Neben dem Anbaden im Mai und dem Abbaden im September gehörte das 20:16-Stunden-Schwimmen im Wettstreit mit Nachbarstädten zu den Saisonhöhepunkten. Angesichts von Luckaus siebentem Platz sahen Fachausschuss-Mitglieder bei der Vorbereitung des nächsten Meilenschwimmens Luft nach oben. Es müsse im Vorfeld gelingen, die Beteiligung von Vereinen besser zu organisieren und zu steuern, so die Forderung. Stefanie Wildau blieb skeptisch. Ein Jahr vorher würden die Vereine über das nächste Stunden-Schwimmen informiert. "Aber es ist schwierig, sie zu motivieren", sagte sie.

Neben neuen Überlegungen dazu sei eine Entschlackung der Entgeltordnung eine Aufgabe für 2017, so die Badleiterin. Gegenwärtig gebe es 23 unterschiedliche Tarife, sie müssten reduziert werden für einen besseren Überblick. Angedacht sei beispielsweise, derzeit drei Tarife für Kinder von einem bis 6 Jahre, sieben bis zwölf Jahre und 13 bis 17 Jahre auf nur noch zwei Kinder-Tarife von einem bis zehn Jahre und elf bis 16 Jahre zu vereinfachen, stellte Stefanie Wildau in Aussicht.