„Die Forderungen des Ordnungsamtes waren keine neuen, sondern hinreichend bekannt“ , erklärte gestern Gerald Lehmann, Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes. „So wie in den vergangenen Jahren auch, wurden die von Herrn Tosuner angemeldeten Veranstaltungen nach vorheriger Absprache unter Auflagen genehmigt.“ Eine Auflage habe sich auf die von ihm als Veranstalter aufgrund seiner gemachten Angaben zu stellenden Ordner bezogen. „Dieser Auflage ist Herr Tosuner nicht ordnungsgemäß nachgekommen, so dass die Versagung des Opel-Treffens drohte“ , so Lehmann. Zu keinem Zeitpunkt habe jedoch die Forderung nach 50 Ordnern bestanden. „Die Stadt Luckau hat sich in der Vergangenheit sehr für die Veranstaltungen auf der MZA engagiert und befürwortet diese“ , ergänzte der Amtsleiter. Doch aktuelle und Ereignisse aus der Vergangenheit belegten, dass verlässliche Ordnungsdienste undabdingbar seien.
Auch den von Sammy Tosuner vermuteten Zusammenhang zwischen den Kontrollen des Ordnungsamtes und Verkaufsverhandlungen streitet die Stadtverwaltung Luckau ab. „In welchem Zusammenhang die Sicherung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit mit etwaigen Kaufverhandlungen steht, wird sich wohl nur Herrn Tosuner erschließen“ , erklärte der Amtsleiter.
Nach Angaben des MZA-Eigentümers steht er in Verhandlung mit einem privaten Investor. Der Stadt zufolge soll zwischen Luckau und Duben auf 150 Hektar Fläche ein Gesundheitszentrum erbaut werden. Dafür werde auch die MZA-Fläche benötigt. Die Stadt unterstützt das Vorhaben.
Aufgrund des Streits hat Sammy Tosuner alle weiteren Veranstaltungen dieses Jahres abgesagt und angeblich auch die Verkaufsverhandlungen ausgesetzt. (tw)