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Luckau wehrt sich gegen Windrad im Industriegebiet Alteno

Luckau. Ein Investor plant im Industriegebiet Alteno die Errichtung eines Energiespeichers samt eines Windrades zur Refinanzierung. Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) befürchtet, die erste Windkraftanlage im Industriegebiet könnte weiteren Begehrlichkeiten Tür und Tor öffnen. Carmen Berg

Dem will die Stadt möglichst den Wind aus den Segeln nehmen.

Luckau hat an der B 87 auf der Dubener Platte bereits ein großes Windeignungsgebiet. Weitere Anlagen auf der gegenüber liegenden Seite der Bundesstraße seien nicht gewollt, so der Bürgermeister. Ein Industriegebiet solle dem produzierenden Gewerbe vorbehalten sein, betont er. Das Problem: Es ist dort bereits regenerative Energieerzeugung angesiedelt. Im Jahr 2011 hatte die Stadt vergeblich gegen den Verkauf von Flächen durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises an einen Solarpark-Investor opponiert. Der Kreis hatte damals unter anderem argumentiert, dass weitere produzierende Firmen mit Interesse an freien Flächen nicht Schlange stehen. Gerald Lehmann sagt: "Nehmen die alternativen Energieanlagen überhand, geht der Charakter des Industriegebietes verloren." Den Antrag des Investors auf Errichtung Energiespeichers mit Windrad an das Landesumweltamt begleite die Stadt mit einer ablehnenden Stellungnahme und habe sich diesbezüglich auch an den Kreis und das Land gewandt, so der Bürgermeister.