Von Anja Brautschek

Der nächste Schritt für ein mögliches neues Wohngebiet in der Luckauer Innenstadt ist getan. Für das ehemalige RVS-Gelände am Zaackoer Weg soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das haben die Stadtverordneten kürzlich einstimmig beschlossen.

Ziel ist es, das Gebiet zu revitalisieren und künftig als allgemeines Wohngebiet auszuweisen. Bislang wurden die Flächen zu gewerblichen Zwecken genutzt. Seitdem die regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) das Gelände verlassen hat, liegt die etwa drei Hektar große Fläche jedoch brach.

Im Auftrag der Stadt Luckau haben die beiden Städteplaner Prof. Dr. Ing. Dittmar Machule und Jens Usadel ein Konzept für den Bereich erstellt, um es auch städtebaulich besser in die Umgebung einzupassen. Das Untersuchungsgebiet umfasste die Gartengrundstücke nördlich des Bebelplatzes zwischen Viehweidegraben und Müllerhag sowie das ehemalige RVS-Gelände.

Die Grundstücke sind städtebaulich betrachtet besonders, sagen sie. In ihren Untersuchungen stellten sie fest, dass sich in diesem Bereich die letzten Zeugnisse alter Gartenanlagen befinden. Sie haben daher angeregt, das grüne Areal bei der Entwicklung besonders zu berücksichtigen. Denkbär wäre, das Alt-Gewerbegelände für mehrere Mehrfamilienhäuser umzunutzen. So ein Quartier würde sich harmonisch in das Umfeld einfügen, das von Wohngebieten geprägt ist. Die Planer schlagen in einem ersten Konzept eine offene Bauweise vor, um den grünen Charakter zu erhalten. Errichtet werden können mehrere Häuser mit jeweils sechs bis acht Wohneinheiten. Vorhandene Altbauten könnten zu öffentlichen Einrichtungen wie Kita umgebaut werden. Eine Brücke über die Berste könnte eine Verbindung zur Altstadt schaffen.

Zur weiteren Umsetzung der Ideen hat die Stadt bereits intensive Gespräche mit den derzeitigen Eigentümern geführt. Ziel ist es nun, Grundstücke zu erwerben oder gemeinsam weiterzuentwickeln und die Umnutzung von Gewerbe auf Wohnen auf den Weg zu bringen.