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| 19:45 Uhr

Kampf gegen den Krach
Luckau muss einen Lärmaktionsplan aufstellen

Ein hohes Verkehrsaufkommen auf der Autobahn bedeutet für die Anwohner Lärm. Luckau muss deshalb einen Lärmaktionsplan aufstellen.
Ein hohes Verkehrsaufkommen auf der Autobahn bedeutet für die Anwohner Lärm. Luckau muss deshalb einen Lärmaktionsplan aufstellen. FOTO: Jan Augustin
Luckau. Die Stadt ist gemäß einer EU-Richtlinie in der Pflicht, Anwohner vor Krach zu schützen.

(be) Dass es bei ihnen laut ist, beklagen die Anrainer der A 13 in Duben und Nachbarorten schon lange. Jetzt ist die Stadt Luckau gemäß einer EU-Richtlinie in der Pflicht, eine Lärmaktionsplanung aufzustellen. Darüber hat die Bauverwaltung vor dem vergangenen Bau- und Wirtschaftsausschuss informiert.  Die Forderung ist an spezielle Kriterien gebunden. Demnach geht es um Lautstärken von mindestens 65 Dezibel tagsüber und 55 Dezibel bei Nacht sowie um Beeinträchtigungen, die durch mehr als 8000 Fahrzeuge täglich entstehen. Laut Bauverwaltung sind im Luckauer Stadtgebiet die Ortsteile Terpt, Duben und Kaden in Randlagen betroffen.

Bis zum 18. Juli sind belastete Kommunen aufgefordert, sich zu erklären, wie die Lärmbelastung für die Bürger zurückgefahren werden kann. Dabei geht es um eine „aufwandsoptimierte“ Planung, so die Bauverwaltung. Soll heißen: Wunder können die betroffenen Bürger wohl nicht erwarten.

Zwar könne die Stadt  gegenüber dem Landesbetrieb für Straßenwesen und der Autobahmeisterei darauf verweisen, was sich aus Luckauer Sicht ändern müsste, „Zur Umsetzung zwingen können wir nicht“, zeigt Lutz Borner von der Bauverwaltung Grenzen auf. „Es wird bei den Bürgern eine Erwartungshaltung geben, die sich wohl kaum erfüllen lässt“, benennt er das Problem.

Zunächst sind die Anwohner der betroffenen Gebiete aufgefordert, sich mit konkreten Hinweisen einzubringen. „Die Stadt muss dann sortieren, was sie selbst leisten kann oder an andere weitergeben muss,“ sagt der Bauamtsmitarbeiter. Hans Lamich (Die Linke) und betont: „Es ist wichtig, den Leuten zu sagen, dass die Stadt an der Autobahn keine Lärmschutzwände errichten kann, auch wenn die Sorgen der Menschen berechtigt sind.“

Eine Zustandsanalyse mithilfe der Hinweise aus der Bevölkerung ist der erste Schritt. „Diesen Part übernimmt das Rathaus bei laufendem Betrieb. Ein externes Büro wird nicht beauftragt“, so Bauamtsleiter Michael Krüger auf Nachfragen aus dem Ausschuss.

Die interaktive Karte ist auf der Seite des Landes-Umweltamtes abrufbar.