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| 17:50 Uhr

Einsatz für mehr Gleichberechtigung in der Stadt
Luckaus Gleichstellungsbeauftragte

Die neue Gleichstellungsbeauftrage von Luckau, Ilka Heinze (r.), und ihre Stellvertreterin Ute Hirsch setzen sich für die Belange Benachteiligter ein.
Die neue Gleichstellungsbeauftrage von Luckau, Ilka Heinze (r.), und ihre Stellvertreterin Ute Hirsch setzen sich für die Belange Benachteiligter ein. FOTO: LR / Anja Brautschek
Luckau. Ilka Heinze und ihre Stellvertreterin Ute Hirsch setzen sich ab sofort für die Belange Benachteiligter in der Stadt ein. Der Fokus soll zunächst auf Familienpolitik liegen. Von Anja Brautschek

Die Stadt Luckau hat eine neue Gleichstellungsbeauftragte. Nachdem der Posten seit einigen Jahren unbesetzt war, kümmert sich seit September nun Ilka Heinze um die Gleichstellung aller Luckauer. Unterstützung bekommt sie von ihrer Stellvertreterin Ute Hirsch.

„Das ist ein sehr großes Spektrum. Das war uns beiden im Vorfeld gar nicht so bewusst“, erklärt Ilka Heinze. Als Gleichstellungsbeauftragte setzt sie sich künftig für die Gleichstellung aller Bürger ein. Das umfasst sowohl das Stadtgebiet als auch die Ortsteile, das private und das öffentliche Leben. „Es geht keineswegs nur um die Gleichberechtigung der Frau, wie viele denken“, sagt Ilka Heinze. Wer sich benachteiligt fühlt – ob in sozialer, infrastruktureller oder bildungspolitischer Hinsicht – kann sich fortan an die beiden Frauen wenden. Als Ehrenamtliche kümmern sie sich um individuelle Probleme, wollen zugleich aber auch Missstände bekannter machen und angehen. „Wir sehen uns als eine Art Bindeglied zwischen Verwaltung, Bürger und Stadtverordneten“, sagt Ute Hirsch.

Zunächst wollen sich die Frauen dabei auf die Familienpolitik konzentrieren. „Wir wollen die Stadt mit unserer Arbeit weiter stärken. Gerade mit Blick auf das entstehende Insek sind Familien ein wichtiges Thema“, erklärt Ilka Heinze. Auch wenn Luckau bereits einige attraktive Angebote zu bieten habe, so sehen die beiden weiteres Entwicklungspotenzial. In der Stadt fehle es beispielsweise an Freizeitangeboten für Jugendliche. Auch die verkehrstechnische Anbindung der Ortsteile könnte überdacht werden. „Jugendliche auf den Dörfern sind oftmals davon abhängig, dass sie von der Familie zu Verabredungen gebracht werden“, nennt Ute Hirsch eine Herausforderung. Ähnliches gilt für Senioren, die selbst nicht mobil sind. Zugleich wollen sie auch deren Belange stärker im Blick behalten.  „Das beginnt schon bei der Bekanntmachung von Veranstaltungen“, so Ute Hirsch. Während der Online-Bereich gut aufgebaut sei, vermisst sie Plakate oder Aushänge in der Stadt, die auf eigene Veranstaltungen oder Neuerungen hinweisen. Wie solche Probleme gelöst werden können, ist immer auch eine Frage vorhandener Möglichkeiten und der Finanzierung. Konkrete Lösungsansätze gibt es nicht.

Ein Ziel der kommenden Monate ist es zunächst, ein Netzwerk zwischen den verschiedenen Hilfsangeboten der Stadt und der Region aufzubauen. So können Kräfte gebündelt, aber auch der Bedarf nach weiteren Angeboten ermittelt werden. „Aber das braucht Zeit.“ Erste Kontakte unter anderem zum Mehrgenerationenhaus oder anderen Gleichstellungsbeauftragten in der Region sind bereits geknüpft.

Die Aufgaben gehen die beiden Verwaltungsmitarbeiterinnen ehrenamtlich neben ihrer Vollzeitbeschäftigung an. „Das Thema liegt uns einfach am Herzen. Wir denken beide sehr sozial“, erklärt Ute Hirsch die Beweggründe, sich hier zu engagieren. Sie planen für das nächste Jahr, auch eine Sprechstunden im Rathaus anzubieten. „Bis dahin kann jeder jederzeit mit Fragen oder Problemen zu uns kommen.“