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| 02:45 Uhr

Luckau bereit für Eroberer

"Zum Erobern schön", wie es der neue Slogan der Touristiker verspricht, ist Luckaus barocke Altstadt.
"Zum Erobern schön", wie es der neue Slogan der Touristiker verspricht, ist Luckaus barocke Altstadt. FOTO: fza1
Luckau. "Zum Erobern schön" – mit diesem Versprechen will Luckau Touristen locken. Den neuen Slogan hat Manuela Hanschick, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Niederlausitzer Land, bei einem gemeinsamen Stammtisch von Touristikern und Gewerbetreibenden vorgestellt. Carmen Berg

Er entstand in einer Arbeitsgruppe, die an einem touristischen Profil für die Gartenstadt arbeitet. "Eine schöne Altstadt, ein intaktes Umland mit Kranichen und sehenswerten Kirchen: bei uns gibt es viel zu erobern, wir brauchen uns nicht verstecken", so Manuela Hanschick. Nach dem Ausbau von Tropical Islands werden sich Schätzungen zufolge von dort 700 bis 1000 Gäste täglich in die Region aufmachen. Ein Potenzial, das Luckau nutzen will. Die Idee sei es, Gäste so neugierig zu machen, dass sie mehr sehen wollen, sagt die Tourismusfrau.

Unter dem neuen Slogan wurden Stadtführungen entwickelt, gewürzt mit vielen Anekdoten. Noch druckfrisch ist der Flyer mit der Übersicht. So können Gäste auf den Spuren Napoleons wandeln, dessen Vormarsch auf Berlin die preußischen Truppen im Jahr 1813 bei Luckau vereitelten. In die Altstadt führt die Tour "Bürgerpracht statt Fürstenmacht". Mit dem Nachtrat kann Luckau zu später Stunde erkundet werden. Das Erbe der Landesgartenschau 2000 steht im Fokus der Route "Gärten, Parks und Gemäuer." Im 500. Jahr der Reformation erfahren Touristen bei der Führung "Klöster, Kirchen, Knäste", wie Luthers Thesenanschlag in Luckau nachhallte. Die Touren können in der Touristinformation sowie im Internet bereits gebucht werden.

Verbandsvorsitzende Carola Pfirschke, die auch Gästeführerin ist, bedauert, dass Reisegruppen immer weniger Zeit mitbringen. Darauf haben die Touristiker reagiert und bieten Sehenswertes kompakt in einer "Kleinen Altstadtführung" an.

Luckaus Motto findet bei den Stammtischteilnehmern Anklang. Ingo Haberland, Geschäftsführer eines Autohauses und Betreiber des Luckauer Indoor-Spielplatzes, sagt: "Wir sollten über Aufsteller mit der Luckauer Silhouette und dem Logo nachdenken, in denen Informationsmaterial gebündelt erhältlich ist. Sie könnten überall stehen, wo Fremde hinkommen: In Gaststätten, aber auch in Geschäften oder Autohäusern." Carola Pfirschke findet die Idee toll und nimmt als weitere Anregung mit, bei der Vermarktung nicht an den Mauern der Kernstadt Schluss zu machen. "Die Ortsteile haben zwar schon jetzt ihren Platz, aber wir sollten noch sensibler für ihre Schätze werden", sagt sie.

Die Liebe, auch zu einer Stadt, geht durch den Magen. Davon gehen die Touristiker aus. Ab Sommer wollen sie Teilnehmern der Stadtführungen und anderen Gästen regionale Spezialitäten als Kostproben in so genannten Starter-Sets mit auf den Weg geben. Umweltfreundliche Papiertüten, bedruckt mit dem Luckauer Slogan, sollen mit Schnäpsen aus Sellendorf, Marzipan- "Kanonenkugeln" vom Bäcker Klinkmüller oder auch Naschwerk der Zöllmersdorfer Edelmond-Chocolatiers befüllt werden. Zudem bietet der Tourismusverband den Geschäften an, die bedruckten Tüten für den eigenen Verkauf zu nutzen. "Mit dem Set wird Appetit gemacht. Wenn die Leute die kleinen Flaschen probieren, werden sie fragen, wo es die großen gibt", sagt Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos). Deshalb sollten die Produkte in Läden der Altstadt zu haben sein. Laut Manuela Hanschick werden die regionalen Leckereien in der Touristinformation in der Kulturkirche verkauft. Zu weiteren Möglichkeiten sei der Tourismusverband "noch in Gesprächen". Ein Thema womöglich für den nächsten Tourismus- und Gewerbe-Stammtisch, der für dieses Jahr noch geplant ist.

Zum Thema:
Mehr erfahren Interessierte in der Touristinformation in der Luckauer Kulturkirche, Telefon 03544 3050, oder im Netz: www.niederlausitz.com