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Loch an Loch in Kirschallee durch illegale Nutzung

Schon kurz nach der Sperrung der Ortsdurchfahrt in Wüstermarke zeigte die Kirschallee deutliche Schäden durch die Nutzung als illegale Abkürzung. Inzwischen sind die Schlaglöcher größer und die Umwege über das Feld gleichfalls.
Schon kurz nach der Sperrung der Ortsdurchfahrt in Wüstermarke zeigte die Kirschallee deutliche Schäden durch die Nutzung als illegale Abkürzung. Inzwischen sind die Schlaglöcher größer und die Umwege über das Feld gleichfalls. FOTO: Gemeinde Heideblick
Langengrassau. Die Sanierung der Bundesstraße 87 in der Ortsdurchfahrt Wüstermarke im Oktober und November 2016 hat zu erheblichen Folgeschäden geführt. Darüber informierte Bürgermeister Frank Deutschmann (parteilos) während der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Birgit Keilbach / bkh1

Innerhalb der Ortschaft hätten Lkw-Fahrer die Sperrschilder ignoriert und beim Wenden Bankette zerfahren. Die Schäden seien inzwischen von der Gemeinde repariert.

Anders sieht es auf der Kirschallee aus, die während der Bauzeit vielfach als illegale Abkürzung auf dem Weg zur B 102 genutzt wurde. Der Weg war 2016 von der Gemeinde instand gesetzt worden. "Jetzt ist er in großen Abschnitten stark ausgefahren, hat große Löcher und Ausspülungen, die sich durch den laufenden Fahrzeugverkehr ständig erweitern", erläuterte der Bürgermeister.

Die Wiederherstellung der Kirschallee soll über das Förderprogramm "Ländlicher Wegebau" erfolgen. Dadurch könnten 75 Prozent der Gesamtkosten von voraussichtlich 370 300 Euro gefördert werden. Dem stimmten die Gemeindevertreter mehrheitlich zu. Mit dem Landesbetrieb für Straßenwesen verhandelt die Gemeinde laut Frank Deutschmann derzeit über Schadensersatzzahlungen zur Wiederherstellung des Weges. Diese sollen als Eigenanteil in den Ausbau fließen.

Über das gleiche Förderprogramm soll auch der Verbindungsweg von Bornsdorf nach Weißack ausgebaut werden. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf rund 482 000 Euro. Das Vorhaben steht seit 1997 auf der Agenda, scheiterte bisher an nicht bewilligten Fördermitteln. Der Weg soll mit einer sandgeschlämmten Schotterdecke gebaut werden, da er im Landschaftsschutzgebiet verläuft. Der Ortsbeirat favorisiert jedoch eine Asphaltdecke, weil diese haltbarer sei. Diesem Argument folgten die Gemeindevertreter nicht.