Es sei ein kurzfristiger Entschluss gewesen, diese Sonderausstellung zusätzlich ins diesjährige Programm aufzunehmen, sagte Museumsleiterin Helga Tucek. Mit großem Engagement habe Wolfgang-Michael Kühnast an der Gestaltung mitgewirkt und damit zum Gelingen beigetragen, dankte sie dem Künstler.

Insgesamt 70 Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden zeigt die Exposition in der dritten Etage der Luckauer Kulturkirche. Die Zahl verweist auf den runden Geburtstag, den der Maler und Grafiker im August dieses Jahres begehen wird.

Mit dem Titel "Mittendrin" gebe er vor allem seinem Lebensgefühl Ausdruck, hier in der Stadt, in der er sich zu Hause und in den Landschaften, in denen er sich wohlfühle, erläuterte Wolfgang-Michael Kühnast. Seine vielfältigen Ansichten der Berstestadt, die er aus immer anderen Blickwinkeln und zu verschiedenen Jahreszeiten in Szene gesetzt hat, zeigen dies. "Ich möchte, dass der Luckauer seine Stadt wiedererkennt, ebenso die Landschaften der Umgebung, den Spreewald, das Lübbenauer Schloss, aber auch den Wandel der Landschaft durch den Tagebau", sagte er.

Mit verschiedenen Techniken gefertigte großformatige und kleinere Bilder, in Öl, Acryl oder als Aquarelle sind in der Ausstellung zu betrachten, ebenso Radierungen, Holzschnitte und Tuschezeichnungen. Zahlreiche Anregungen finde er bei Begegnungen mit anderen Künstlern. Der leider schon verstorbene Luckauer Maler Franz-Peter Biniarz habe ihn nach längerer Pause wieder zum Malen geführt. "Er machte mir Mut, weiter zu machen", so Wolfgang-Michael Kühnast.

Inzwischen habe er auch seine Liebe zur Skulptur entdeckt und damit ein weiteres spannendes Betätigungsfeld gefunden. An den "Tagen des offenen Ateliers", die in diesem Jahr am 7. und 8. Mai stattfinden, können die Besucher diese betrachten.

Die Sonderausstellung "Mittendrin" von Wolfgang-Michael Kühnast ist bis zum 6. März im Niederlausitz-Museum zu sehen.