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Letzte Ruhe finden in einer Wand auf dem Friedhof

Eine Urnenwand wurde jetzt seiner Bestimmung auf dem Friedhof in Kasel-Golzig übergeben. Es ist die zweite im Amt Unterspreewald.
Eine Urnenwand wurde jetzt seiner Bestimmung auf dem Friedhof in Kasel-Golzig übergeben. Es ist die zweite im Amt Unterspreewald. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Kasel-Golzig. Eine Urnenwand wurde jetzt seiner Bestimmung auf dem Friedhof in Kasel-Golzig übergeben. Es ist die zweite im Amt Unterspreewald. Die Gemeinde hat das Projekt aus eigener Tasche finanziert. asd1

Urnenwände liegen im Trend. In Städten gibt es sie schon länger. Jetzt sind sie immer häufiger auch in den Dörfern zu sehen. Schönwalde war der erste Ort im Amt Unterspreewald mit einer Urnenwand.

Vor einem Jahr wurde diese zur Nutzung übergeben. Eine Familie hat das Angebot bisher genutzt, wie Schönwalds Bürgermeister Roland Gefreiter sagt. Kasel-Golzig hat jetzt nachgezogen. Den Wunsch gab es schon länger, wie der Bürgermeister Fritz Mann sagt. Etwa 25 000 Euro hat seine Gemeinde in die Urnenwand investiert wie Thomas König vom Bauamt im Unterspreewald informiert. 16 einzelne und zwölf doppelte Fächer stehen zur Verfügung - aufgeteilt auf zwei Stelen. Dazwischen gibt es eine Abstellvorrichtung für Blumen. Die saubere und ordentliche Lösung für die Blumen gefällt Roland Gefreiter. Er lässt das so auch in Schönwalde nachrüsten.

Weitere Gemeinden werden wohl mit Urnenwänden nachziehen. "Der Trend geht weg von Erdbestattungen und hin zu Urnenwänden", sagt Unterspreewalds Amtsdirektor Jens-Hermann Kleine (CDU). Werner Ehrlich von der Gemeindevertretung in Kasel-Golzig bestätigt ihn: "Zahlreiche Bürger unserer Gemeinde interessieren sich für die Urnenwand. Sie können sich diese als letzte Ruhestätte vorstellen."

Die Gemeinde hat vorgesorgt und sich die Option offengelassen, die Urnenwand um weitere Stelen zu erweitern. Entsprechende Fundamente seien vorbereitet worden. Die Fläche um die Urnenwand sowie der Weg dorthin wurden gepflastert, Rollrasen wurde verlegt.

Eine Fachfirma war ebenso am Projekt beteiligt wie der Bauhof des Amts, der sich um die Außenanlagen gekümmert hat, wie Jens-Hermann Kleine sagt.

Auch Kasel-Golziger hatten angepackt. "Wir haben die Fundamente der alten Grabstätten während eines Arbeitseinsatzes beseitigt", erzählt Fritz Mann. Ihm zufolge ist auch noch ein anonymes Gräberfeld auf dem Friedhof in Kasel-Golzig geplant. Es soll in Nachbarschaft der Urnenwand gestaltet werden.