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| 02:42 Uhr

Lehrling des Monats lernt Brauer und Mälzer

Fürstlich Drehna. Monatlich ehren Handwerkskammer und Versorgungswerk Berufsnachwuchs. Diesmal wird die Auszeichnung einem jungen Mann zuteil, der in einem nicht alltäglichen Handwerk Zuhause ist: Es handelt sich um einnen angehenden Brauer und Mälzer. red/bt

Die Craft-Beer-Szene bekommt Nachwuchs aus dem Handwerk: Ursprünglich sollte es ein Studium der Elektro- und Informationstechnik werden, doch das war Sebastian Haase viel zu theoretisch. Der 26-jährige Baden-Württemberger orientierte sich um. Er lernt nun den Beruf Brauer und Mälzer in der Brauerei Fürstlich Drehna GmbH. Sein Engagement wird mit der Auszeichnung der Handwerkskammer Cottbus (HWK) und dem Versorgungswerk der Handwerkskammer Cottbus e.V. zum "Lehrling des Monats" belohnt.

Am Montag, 29. August, würdigen Vertreter der Handwerkskammer in der Brauerei den jungen Mann.

Kein kleines Rädchen sein

Verantwortung statt Rädchen im Getriebe: Sebastian Haase ist mit seiner Entscheidung für die Ausbildung sehr zufrieden. "Ich habe mir angesehen, welche interessanten Möglichkeiten es in der Lebensmittelbranche gibt und bin auf den Beruf Brauer und Mälzer gekommen. Dieser bietet schon während der Ausbildung intellektuelle Anforderungen", sagt der 26-Jährige. "Dabei sollte es ein mittelständisches Unternehmen sein, weil ich alle Betriebsabläufe kennenlernen und mehr als nur ein kleines Rädchen im Getriebe sein wollte."

Die Kunst des Bierbrauens lässt Sebastian Haase auch nach Feierabend nicht los. Vom Unternehmen hat er eine Wohnung über der Brauerei gestellt bekommen. Dort experimentiert er mit einer Edelstahl-Sudanlage an neuen Bierkreationen. "In der Berufsschule bleibt uns zu wenig Zeit, um den Sud anzusetzen. Ich möchte jedoch ein Gefühl für ausgefallene Biersorten bekommen, so wie in der Craft-Beer-Szene", erklärt der "Lehrling des Monats".

Auch sein Ausbilder, Mario Jürisch, beschreibt den jungen Mann als Tüftler: "Er liebt seinen Beruf und weiß genau, was er will. Er ‚saugt' alles Wissen rund um das Brauen auf, ist gewissenhaft und arbeitet eigenständig", so das Lob des Vorgesetzten.

Zukunft noch offen

Wie es nach dem Abschluss der Lehre weitergeht, weiß Sebastian Haase noch nicht genau. "Die Möglichkeiten sind vielfältig. Mit dem Erasmus-Programm könnte ich im Ausland Erfahrungen sammeln. Vielleicht hänge ich aber auch ein Studium oder eine Meisterausbildung ran", so die Aussage des Brauer- und Mälzerlehrlings.

Das Brauen von Bier hat eine lange handwerkliche Tradition. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, entscheidet sich für eine enorme Sortenvielfalfalt und Kreativität aber auch für biologische, chemische, physikalische und verfahrenstechnische Inhalte bei der Ausbildung.