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| 11:56 Uhr

Vernissage
Landschaftsmalerei lässt in Dahme staunen

 Mario Hannemann hebt bei der gut besuchten Vernissage besondere Details seiner Landschaftsdarstellungen hervor.
Mario Hannemann hebt bei der gut besuchten Vernissage besondere Details seiner Landschaftsdarstellungen hervor. FOTO: Philipp Brendel
In der Galerie „Kunstpause“ zeigt Mario Hannemann farbenfrohe romantisierende Acrylmalerei. Von Philipp Brendel

Das sind Erfolge die sich bisher wirklich sehen lassen können: Mario Hannemann veranstaltet erst vergangenes Jahr seine erste Ausstellung in Jüterbog. Anfang dieses Jahres wird er vom Publikum zum besten Künstler der Aktion „Mein schönstes Bild“ gewählt, welche von der Galerie „Kunstpause“ in Dahme ausgetragen worden war. Nun folgt in der Dahmer Galerie schon die nächste Ausstellung mit insgesamt 25 seiner farbenfrohen Landschaftsdarstellungen unter dem Motto „Augenblicke der Stille“.

Mario Hannemann ist erst relativ spät zur Acrylmalerei gelangt, obwohl das Fach Kunst für ihn schon als Junge das Lieblingsfach in der Schule ist und er zudem als Fan der Filme mit Gojko Mitić mit Vorliebe Indianer malt.

Im Jahr 2007 beginnt der in Oehna bei Jüterbog lebende Künstler schließlich autodidaktisch mit seiner großen Hobbyleidenschaft. Während er zunächst eine lange Zeit an Tierporträts arbeitet, gehören nun vor allem romantische Landschaften zu seinem Sujet. Mittlerweile sind um die 60 meisterliche Werke aus seiner Hand entstanden.

Vorbilder findet Hannemann hierbei in der russischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts, so zum Beispiel beim Maler Schichkin: „Man sieht in diesen Bildern bestimmte Besonderheiten, wie Lichtspiele. Die will ich dann selbst einfach ausprobieren“, sagt er.

Zusammen mit seiner Frau Brita, welche Wandertouren anbietet, ist er oft in der Natur unterwegs. Diese Ausflüge werden zu einer weiteren entscheidenden Inspirationsquelle für ihn. Um die Stimmung der Natur einzufangen, fotografiert er hervorstechende Naturmotive und setzt diese schließlich zu Hause auf Leinwand um. Dabei verdeutlicht Hannemann die Besonderheit seiner Acrylmalerei: „Mit Acrylfarben kann ich die Landschaften regelrecht modellieren.“

Seine Frau Brita zeigt sich sichtbar stolz über die neuerliche Ausstellung ihres Mannes: „Als wir uns kennenlernten, war ich regelrecht geplättet von den Werken.“ Die beiden genießen zuerst im Privatem die Bilder, bis Brita Hannemann ihren Mann dazu anregt, seine Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Schließlich solle der leidenschaftliche Charakter der Kunstwerke dem Publikum nicht vorzuenthalten werden: „Mein Mann ist ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Dies spiegelt sich auch in seinen idealisierten Landschaften wider“, sagt sie.

Vielen Besuchern der Vernissage ist gerade diese Besonderheit der Gemälde Hannemanns aufgefallen: Es ist eine sehr detaillierte Malerei mit einer plastischen sowie besonderen Tiefenwirkung, wie auch Doris Biet, für Organisationsfragen der Galerie „Kunstpause“ zuständig, näher erklärt: „Bemerkenswert ist die Qualität der Bilder, welche schon an die Alten Meister erinnert.“

Die in Stendal lebende Julia Reinhold ist beeindruckt von den Landschaften: „Alles ist so detailliert gemalt. Vor allem der Detailreichtum der Bäume begeistert mich.“ Edelgard Danneberg, die in Dresden lebt und gerade auf einem Heimatbesuch in der Dahmer Region ist, wird rein zufällig auf die Ausstellung aufmerksam und erfreut sich an der Strahlkraft der oft auch regionalen Darstellungen: „Die Bilder strahlen deutlich ein Gefühl der Ruhe aus, so wie der Künstler es selbst beschreibt. Er scheint darin seinen Ruhepol zu finden.“

Für Mario Hannemann selbst ist es genau diese Atmosphäre der Stille, welche ihn in seine Gemälde eintauchen lässt: „Ich kann mir hier einen eigenen Ruhepunkt schaffen und mich ganz in meinen Bildern verlieren.“

Betont bescheiden gibt sich der beruflich als Schweißer tätige Künstler, während er mit einem ruhigen Blick über seine Landschaften schweift: „Ich lebe die Malerei nebenbei. Wo andere Filme schauen, da male ich eben.“

 Mario Hannemann hebt bei der gut besuchten Vernissage besondere Details seiner Landschaftsdarstellungen hervor.
Mario Hannemann hebt bei der gut besuchten Vernissage besondere Details seiner Landschaftsdarstellungen hervor. FOTO: Philipp Brendel