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| 12:42 Uhr

Brandenburger Landpartie
Landleben früherer Zeit entdecken

Der Bauerngarten wird auf dem Höllberghof von Antje Witte und Carola Janek (v.r.) für die  Landpartie am Wochenende schick gemacht.
Der Bauerngarten wird auf dem Höllberghof von Antje Witte und Carola Janek (v.r.) für die Landpartie am Wochenende schick gemacht. FOTO: Birgit Keilbach
Langengrassau. Auf dem Höllberghof können sich Besucher über bäuerliche Traditionen informieren. Von Birgit Keilbach

Wie war es, das Leben auf dem Lande vor rund 200 Jahren? Im nach historischem Vorbild errichteten Dreiseitenhof können die Landpartie-Gäste am Samstag und Sonntag jeweils ab 10 Uhr auf Spurensuche gehen. Flachskammer und Bauernwohnung, die Ausstellung alter Geräte zur Bodenbearbeitung und für die Ernte vermitteln einen Eindruck davon. „Die Besucher können sich umschauen und den Mitarbeitern Fragen stellen“, sagt Jana Zurakowski, stellvertretende Geschäftsführerin des Fördervereins Naturpark Niederlausitzer Landrücken, Träger des Freilichtmuseums ist. Auch ein Blick in das Trauzimmer im Gebäude lohnt sich. Immer wieder wählen Paare diesen Ort für ihr Ja-Wort. Wie eine zünftige Bauernhochzeit in früherer Zeit gefeiert wurde, zeigt eine Ausstellung.

Das zentrale Gebäude wird ergänzt um Scheune, Kossätenhaus, Tagelöhnerhaus, Bienenstand, Taubenständer- und Backhaus. In der Scheune informiert eine Ausstellung darüber, wie Landwirtschaft einst betrieben wurde. Ein Video zeigt die Entstehungsgeschichte des Museums.

Längst vergessene Kulturpflanzen, die heute nur noch selten in Gärten zu finden sind, können die Besucher im Bauerngarten auf dem Höllberghof bei Führungen entdecken. Hier wachsen auch zahlreiche Kräuter- und Würzpflanzen wie Pimpinelle, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei, Oregano sowie Cyrry. „Diese können während der Führungen verkostet werden“, kündigt Jana Zurakowski an. Auch die leckeren Walderdbeeren sind gerade reif und laden zum Naschen ein.

Im Backhaus wird die Dickweibergilde aus Wüstermarke den Reisigbackofen anheizen und schmackhafte Kuchen für die Besucher backen. Gemütlich auf einer der Bänke sitzend, können die Landpartie-Gäste beim Genießen des noch warmen Kuchens die Weite des Areals und die Natur auf sich wirken lassen. Eine weitere kulinarische Versuchung ist das „Leinöltitschen“. Dabei wird ein Stück Brot zunächst in das frische Leinöl und danach in Salz oder Zucker getunkt.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auch ein Fläschchen des goldgelben Leinöls mit nach Hause nehmen. Im Hofladen sind außerdem Honig und Honigprodukte und Weine aus der Region zu finden.

Für Wanderfreudige bietet sich der rund 2,5 Kilometer lange Rundweg durch das Naturschutzgebiet Höllenberge als weitere Entdeckungsrunde an und lässt den Besuch im Freilichtmuseum zu einem aktiven Erlebnis werden.