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| 17:10 Uhr

Landesintegrationspreis geht nach Luckau
Integrationspreis für „Mensch Luckau“

 Der Verein „Mensch Luckau“ wurde mit dem Landesintegrationspreis ausgezeichnet. Ministerin Susanna Karawanskij (2.v.r.) und die Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier (r.) haben die Urkunde überreicht.
Der Verein „Mensch Luckau“ wurde mit dem Landesintegrationspreis ausgezeichnet. Ministerin Susanna Karawanskij (2.v.r.) und die Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier (r.) haben die Urkunde überreicht. FOTO: LR / Anja Brautschek
Luckau. Der Verein engagiert sich seit 2015 für die Integration von Geflüchteten. Dafür gab es am Mittwoch den ersten Platz des Landesintegrationspreises. Von Anja Brautschek

Brandenburgs Integrationsministerin Susanna Karawanskij hat gemeinsam mit der Landesintegrationsbeauftragten Dr. Doris Lemmermeier den elften Integrationspreis des Landes Brandenburg in der Luckauer Kulturkirche verliehen. Den ersten Platz erhielt der Verein „Mensch Luckau“.

„Diese Auszeichnung ist eine große Anerkennung für uns. Der Integrationspreis bedeutet für uns aber kein Ende, sondern ist Anfang für etwas Neues“, sagt Susanne Herms, Vorstandsvorsitzende des Vereins. „Mensch Luckau“ wurde 2015 gegründet. 36 Mitglieder zählt der Verein derzeit. Hinzu kommen unzählige weitere Unterstützer, die bei der Umsetzung der zahlreichen Projekte mithelfen. So entstehe in der Stadt eine gelebte Integrationskultur. Die Mitglieder setzen sich in allen Lebensbereichen ein – ob Freizeit, Ausbildung, Sprache, Wohnung oder die Sensibilisierung für andere Kulturen. Sie kümmern sich dabei sowohl um Geflüchtete, als auch einheimische Bedürftige.

So gibt es unter anderem die Kleider- und Möbelkammer in der Lindenstraße. Second-Hand-Ware wie Kleidung, Schuhe, Haushaltswaren, aber auch Möbel oder elektrische Geräte stehen dort zur Verfügung. Unter dem Motto „Von Luckauern für Luckauer“ sei die Einrichtung offen für alle bedürftigen Menschen, erklärt die Vereinschefin und ermutigt auch mehr Luckauer, von dem Angebot Gebrauch zu machen.

Die Ehrenamtlichen unterstützen außerdem bei der Arbeitssuche, organisieren Verkehrsschulungen und Sprachkurse oder sorgen mit Ausflügen und Kulturveranstaltungen für ein enges Miteinander. Für Sportbegeisterte wird außerdem ein Fußballtraining angeboten. Angeschoben hat das Hans Lamich. Regelmäßig messen sich die Freizeit-Fußballer mit anderen Mannschaften zu Turnieren und bauen damit neue Kontakte auf.

Mit dem von der UKA Cottbus gesponserten Transporter können außerdem jeden Morgen Kinder in die umliegenden Kitas gebracht werden. Den Fahrdienst übernehmen die Ehrenamtler wie Walter Exner. Die Stadt Luckau übernimmt die Fahrtkosten. Von Anfang an hat die Stadt das Engagement unterstützt und aus diesem Grund den Verein für den Landesintegrationspreis vorgeschlagen. „Ich bin stolz auf Luckau und diese Bürger. Denn es geht um Menschlichkeit und um Menschen“, sagt Bürgermeister Gerald Lehmann.

Mittlerweile ist der Verein ebenfalls interkulturell aufgestellt. Auch Zugezogene setzen sich darin ein, unterstützen beispielsweise den Fahrtransport. „Das ist ein hervorragendes Beispiel, wie wir in der Region und im Land Brandenburg miteinander leben und zusammenarbeiten wollen“, sagt Ministerin Susanna Karawanskij. Der Verein befindet sich im stetigen Wandel. Das Angebot wird je nach den Bedürfnissen vor Ort angepasst. So hat Landrat Stephan Loge unter anderem auch das Engagement der Stadt vor allem zu Beginn gewürdigt. Bereits vor der Zuwanderung der Geflüchteten habe sich die Stadt bei der Vorbereitung eingebracht. Heute wollen sie miteinander leben und füreinander da sein. „Integration ist eigentlich ganz einfach. man muss nur einen Schritt aufeinander zu gehen“, sagt Susanne Herms. Dafür steht in der Stadt Luckau bereits das nächste Projekt in den Startlöchern.