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| 17:11 Uhr

Karneval
Rauschendes Jubiläum in Golßen

Zum Jubiläum des Golßener Carneval Clubs unternahmen die Golßener „Dreamboys“, das Männerballett des Vereins, einen eindrucksvollen Ausflug in den Orient.
Zum Jubiläum des Golßener Carneval Clubs unternahmen die Golßener „Dreamboys“, das Männerballett des Vereins, einen eindrucksvollen Ausflug in den Orient. FOTO: Birgit Keilbach
Golßen. GCC feiert 44 Jahre Karneval und erhält dafür Anerkennung vom Karnevalverband Lausitz.

44 Jahre Golßener Karneval, das ist ein guter Grund zum Feiern. Und die gestandenen Karnevalisten servierten dem Narrenvolk an den Tischen im Golßener „Treffpunkt“ ein dreistündiges Nonstop-Programm, das von einem Stimmungshöhepunkt zum nächsten eilte.

Schon zum Auftakt holten die Kummersänger ihr närrisches Publikum im Saal gut gelaunt mit „Golßener Karneval, du hast uns wieder“ von den Stühlen. Nachdem Standarte und Elferrat mit dem Vizepräsidenten Sven Nachtigall an der Spitze einmarschiert waren, begrüßten alle gemeinsam Prinz Henrik I. und Prinzessin Nicole I. Diese blickten in einer trefflich gereimten Rede auf 44 Jahre Karnevalstradition zurück.

Diese ist auch ein wichtiger Teil des Karnevalverbandes Lausitz (KVL), wie Akteure und Zuschauer im Saal von KVL-Präsident Matthias Schulze erfuhren. „Wer die Sau im Wappen trägt, muss ganz ausgeschlafen sein, denn Schweine sind ja ganz intelligente Tiere“, brachte er die Anerkennung karnevalistisch auf den Punkt. Jedes Jahr seien die Golßener ein bedeutender Gast in der Gala des Verbandes „Heut steppt der Adler“. Ihm sei auch nicht bange, dass die Golßener weiterhin mit niveauvollen Beiträgen dabei sein werden, denn „ich sehe hier viel Nachwuchs und dafür einen Riesen Applaus“, forderte er die Gäste zum Klatschen auf.

Geschenke hatte das amtierende Lausitzer Prinzenpaar, Steffen I. und Janine I. für ihre hoheitlichen Gastgeber mitgebracht. Zudem erhielt der langjährige ehemalige Präsident des GCC, Günter Hönicke, vom Kanzler der Ehrensenatoren des KVL, Dirk Meier, den Orden dieses Gremiums. Und weil dies sozusagen ein karnevalistischer Ritterschlag war, musste Günter Hönicke dafür auf die Knie gehen, begleitet von großem Beifall im Saal.

Zwischen den offiziellen Reden und Ordensverleihungen boten die Golßener ein abwechslungsreiches, witziges, unterhaltsames und niveauvolles Programm. Die Gardetänzerinnen und die Teenie-Garde glänzten mit schwungvollen und temporeichen Choreografien. Die vier Tanzmariechen sprangen aus der Geburtstagstorte und wirbelten nur so über die Bühne. Dazwischen sorgten Isabell Albrecht und Mathias Wolff als Prinzessin und Schweinehirt für fließende Übergänge.

Der Wortwitz kam auch beim Jubiläumsfest im Golßener Treffpunkt nicht zu kurz. Trefflich redeten Nick und Roland Krüger als Vater und Sohn über das Thema Garten aneinander vorbei, angelehnt an das wohl unvergessene Duo Herricht und Preil. Wie nach durchzechter Nacht die Ideen für das Programm entstehen, brachten die „Kummersänger“ mit „An Tagen wie diesen…“ und weiteren passenden Titeln zusammengestelltem Sketch zur Freude der Zuschauer auf die Bühne.

Torsten Scholz beklagte in seiner Büttenrede die verlorene Rolle des Mannes als Chef in der Familie und wohl auch in der Firma. Rufe aus dem Publikum ließen erkennen, dass sich dort einige Leidensgefährten befanden. Männer, Frauen, Beziehungen, Lieb- und Leidenschaften thematisierten die „Berliner Gören“, Maria Wessel, Annika Stahlberg und Isabell Albrecht aus Sicht der jungen Frauen ebenso treffend wie das gestandene Duo Silke Meinicke und Simone Scholz als „Martha und Lisbeth“. Bei einem Eierlikör schwadronierten sie genüsslich über die Männer, das Alter und die Gesundheit und initiierten bei jedem „Prosit der Gemütlichkeit“ einen mehrstimmigen Chor im Publikum.

So schlimm kann es mit den Männern dann wohl doch nicht sein. Denn die Jungs vom Sextett heizten dem Saal als „Feuerherz“ ordentlich ein, und das Männerballett trieb mit fliegendem Teppich, Aladin und dem Geist aus der Wunderlampe die Stimmung einem neuen Höhepunkt zu. Damit hatten die Golßener „Dreamboys“ beim diesjährigen Wettbewerb der Männerballetts in Kolkwitz den zweiten Platz belegt, ließ der Moderator das Publikum wissen, dass dafür einen extra Beifall spendete. Zauberhaft kamen die Teenies als bekannte Disney-Figuren daher und erinnerten damit an ein weiteres Thema vergangener Jahre.

Den krönenden Abschluss des Festprogramms gestaltete diesmal die Garde mit einem Tanz zwischen Spiegeln. „Es war ein richtig tolles Programm und mir hat es viel Spaß gemacht, zuzuschauen. Diesen Abend in Golßen habe ich sehr genossen“, resümierte die Lausitz-Prinzessin Janine I, nachdem sich alle mit der großen Tanzrunde verabschiedet hatten.