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Luckauer Musik- und Kunstschule
Musikalische Bildung beginnt früh

Martina Moriabadi (r.) hat die Leitung der Kunst- und Musikschule Luckau übernommen und arbeitet eng zusammen mit Renate Strohfeld, Stellvertreterin der von einem Förderverein getragenen Einrichtung.
Martina Moriabadi (r.) hat die Leitung der Kunst- und Musikschule Luckau übernommen und arbeitet eng zusammen mit Renate Strohfeld, Stellvertreterin der von einem Förderverein getragenen Einrichtung. FOTO: Ingrid Hoberg
Luckau. Martina Moriabadi leitet die Luckauer Schule und setzt auf Entdeckerfreude der Jüngsten.

Auf den Gängen der Luckauer Musik- und Kunstschule ist nachmittags ein Kommen und Gehen zu den Unterrichtsstunden. Hinter einer Tür ist ein Schlagzeuger beim Üben. Seit Beginn des neuen Schuljahrs gibt es eine neue Leiterin – Martina Moriabadi. Sie hat nach Nicole Herold das Amt angetreten, die sich nach neun Jahren als Chefin und 16 Jahren Tätigkeit im Hause verabschiedete.

 Doch auch Martina Moriabadi ist den Schülern, Eltern und anderen Musiklehrern keine Unbekannte. Seit 2013 unterrichtet sie an der Luckauer Schule. „Ich habe im Orchester des Staatstheaters Cottbus Waldhorn gespielt. Dort war ich von 1991 bis 2011 tätig“, erzählt die 52-Jährige.

Ihr Spezialgebiet ist darüber hinaus die Musiktherapie. Auf dieser Strecke ist sie neben der Musikschule weiterhin in Lübben und Cottbus in den Kliniken tätig. Die frühkindliche Erziehung liegt Martina Moriabadi besonders am Herzen. So ist „Das Musikschiff“ ein Projekt, das jetzt Fahrt aufnimmt. Ein Raum wird dafür gerade im Haus am Bahnhof ausgestattet.

Gegenwärtig hat die Luckauer Schule rund 550 Schüler und 27Lehrer, überwiegend Honorarkräfte. Wartelisten für Schüler gibt es immer wieder in den beliebten Fächern wie Klavier, Gitarre und Gesang. „Dagegen fehlen bei den Blechbläsern Interessierte. Doch gerade diese werden ja gebraucht – wenn wir nur an die Traditionspflege in der Region denken, beispielsweise das Zampern“, sagt die Schulleiterin.

Das günstigste Alter, um ein Instrument zu erlernen, sei die Zeit um die Einschulung. „Geige beginnt mit fünf, sechs Jahren, Holzbläser meist später ab zehn Jahren“, erklärt sie. Viele Schüler bleiben dann die gesamte Schulzeit über dem Musikunterricht treu, manche sogar darüber hinaus. Besondere Talente können mit zusätzlichem Unterricht gefördert werden – und so nehmen einige auch an Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ teil.

Die Musikschüler sind in der Region allein durch die verschiedenen Unterrichtsorte präsent – nicht nur am Standort Luckau, auch in Dahme, Görlsdorf, Uckro, Zützen, Golßen, Teupitz und Lübben wird musiziert. Dort gestalten sie Veranstaltungen mit.

Schulleiterin Moriabadi möchte zukünftig Schüler-Lehrer-Konzerte regelmäßig veranstalten. Ein Termin steht dafür schon fest: 12. November, 16 Uhr.

Mit den Bereichen Bildende Kunst, betreut von Angela Lusici, und Kindertheater in der Regie von Renate Strohfeld bietet die Schule ein breites Spektrum – auch für grenzüberschreitende Projekte. Diese sind dann dank der Unterstützung aus der Region möglich. Neben einer Reihe von privaten Förderern, anderen Bildungseinrichtungen und der Stadt Luckau sind es das BHG Handelszentrum und die VR Bank Lausitz, die die Niederlausitzer Musik- und Kunstschule unterstützen, wie die Schulleiterin betont.