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| 16:45 Uhr

Letzte Proben vor dem Auftritt
Musikalisches Großereignis in Luckau

Laien von Chören der Region proben für den großen Auftritt. Das Weihnachtsoratorium von Bach wird nächstes Wochenende in der Nikolaikirche in Luckau aufgeführt.
Laien von Chören der Region proben für den großen Auftritt. Das Weihnachtsoratorium von Bach wird nächstes Wochenende in der Nikolaikirche in Luckau aufgeführt. FOTO: Andreas Staindl
Luckau. Rund 60 Laiensänger präsentieren am ersten Dezemberwochenende ein ganz besonderes Stück. Das Weihnachtsoratorium von Bach wurde seit einhundert Jahren nicht mehr in Luckau aufgeführt. Von Andreas Staindl

Ein musikalisches Großereignis findet am Sonntag, 2. Dezember, in Luckau statt. Ab 18 Uhr ist das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in der Nikolaikirche zu hören. Etwa 60 Laien von Chören der Region singen mit. Sie werden von professionellen Sängern – Kathrin Duschek (Sopran), Yasmin Melissa Engelke (Alt), Thomas Seidel (Tenor) und Pascal Zurek (Bass) sind dabei – sowie Orchestermusikern unterstützt. Focko Hinken hat die Leitung.

Der Kantor der evangelischen Kirchengemeinde in Luckau freut sich auf das außergewöhnliche Ereignis, auch, weil das  Weihnachtsoratorium von Bach seinen Recherchen nach seit 100 Jahren nicht mehr in Luckau aufgeführt wurde. Jetzt erklingt das populäre Werk wieder in der Berstestadt. Die Kantaten I bis III der insgesamt sechsteiligen Vertonung der Weihnachtsgeschichte werden aufgeführt.

Seit Monaten üben die Akteure dafür. „Das Stück ist sehr anspruchsvoll“, sagt Eckard Winkler. „Wenn man fleißig übt, bekommt man das aber hin.“ Seit etwa vier Jahren engagiert er sich musikalisch in der Kantorei der Kirchengemeinde in Luckau: „Klar, dass ich jetzt auch das Weihnachtsoratorium mitsingen möchte.“

Focko Hinken macht die Akteure musikalisch fit für ihren großen Auftritt: „Alle Sängerinnen und Sänger sind sehr engagiert, üben auch zu Hause. Es macht irre viel Spaß, mit ihnen zu proben.“ Thyra Friedrich ist eine der Laien, die mitsingen. „Toll, dass ich mitmachen darf“, sagt die junge Cahnsdorferin. „Das Weihnachtsoratorium von Bach ist ein so wunderbares Werk.“ Sie singt im Luckauer Kammerchor Cantemus, der mit zahlreichen Stimmen während der Aufführung des Oratoriums vertreten ist.

Auch Akteure aus dem Kirchenkreis Zossen-Fläming im benachbarten Landkreis Teltow Fläming machen mit. Marina Hille aus Ihlow (Amt Dahme) ist eine von ihnen. Sie singt im Kirchenchor in Dahme. Das Weihnachtsoratorium ist für sie eine Premiere, auf die sie sich freut: „Es ist zwar ein sehr anspruchsvolles, aber auch schönes Werk. Ich freue mich, dass ich es mit aufführen darf.“

Bachs sechsteiliges Oratorium zählt zu den schweren musikalischen Werken. Die einzelnen Teile werden durch die Freude über die Geburt Christi verbunden. Sie wurden erstmals zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 (6. Januar) in Leipzig aufgeführt. Das Werk zählt zu Bachs berühmtesten geistlichen Kompositionen. Es wird häufig während der Advents- und Weihnachtszeit ganz oder in Teilen aufgeführt.

In Lübben waren die Kantaten I bis III bereits vor sieben Jahren zu hören. Die Paul-Gerhardt-Kirche war damals rappelvoll. Das Publikum war begeistert, hatte minutenlang applaudiert. Einen ähnlichen Erfolg wünscht sich Focko Hinken auch für die Aufführung des Oratoriums am 2. Dezember in Luckau. Die Voraussetzungen sind gut, denn die Berstestadt ist der einzige Ort im gesamten Kirchenkreis Niederlausitz, in dem das Weihnachtsoratorium von Bach in diesem Jahr erklingt, wie der Kantor sagt.

Karten gibt es im Gemeindebüro der Kirchengemeinde in der Schulstraße 2 und in der Tourist-Info in der Kulturkirche in Luckau. Infos auch unter www.kirche-luckau.de im Internet.

Laien von Chören der Region proben für den großen Auftritt. Das Weihnachtsoratorium von Bach wird nächstes Wochenende in der Nikolaikirche in Luckau aufgeführt.
Laien von Chören der Region proben für den großen Auftritt. Das Weihnachtsoratorium von Bach wird nächstes Wochenende in der Nikolaikirche in Luckau aufgeführt. FOTO: Andreas Staindl