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Deutsch-jüdische Kulturtage
Gefühlvoller Jazzabend in der Kulturkirche

Musikalischen Genuss mit dem Eyal Lovett-Trio erlebten die Zuhörer in der Luckauer Kulturkirche. Foto: Birgit Keilbach
Musikalischen Genuss mit dem Eyal Lovett-Trio erlebten die Zuhörer in der Luckauer Kulturkirche. Foto: Birgit Keilbach FOTO: Birgit Keilbach / Keilbach Birgit
Luckau. Eyal Lovett Trio gastierte erstmals in Luckau und begeisterte die Zuhörer.

Zum zweiten Mal in diesem Monat war in der Luckauer Kulturkirche ein Konzert im Rahmen der deutsch-jüdischen Kulturtage zu erleben. Der aus Israel stammende Musiker Eyal Lovett hatte sein Trio mit dem Australier Aidan Lowe am Schlagzeug und dem Italiener Gianfranco Coppola am Bass besetzt. Für ihr Programm hatten sie eine Reihe von Stücken aus ihrem neuen Tourneeprogramm ausgewählt, überwiegend Eigenkompositionen, zu denen Eyal Lovett jeweils die damit verbundene Geschichte erzählte. Er arrangiere israelische Musik, die von vielfältigen Einflüssen verschiedener Kulturen beeinflusst sei. So fanden sich in den Kompositionen auch hörbar Elemente südamerikanischer und afrikanischer Rhythmen. Perfekt abgestimmt ergänzte sich das Trio im Konzertsaal. Jeder einzelne begeisterte zudem mit virtuosem Vortrag. Das gefühlvolle Piano von Eyal Lovett und das sehr atmosphärische Schlagzeug von Aidan Lowe faszinieren die Zuhörer ebenso wie der virtuose Umgang mit den Saiten am Bass durch Gianfranco Coppola.

Mit unverwechselbarem Sound erzählten die drei Vollblut-Jazzmusiker spannende Geschichten mit verträumten Momenten und zogen damit das Publikum in ihren Bann. Mit begeistertem Beifall dankten die Zuhörer für den gefühlvollen Jazzabend.

„Ich mag Jazz und besonders diese Besetzung mit Klavier, Bass und Schlagzeug“, sagt Marlies Siegert aus Lübbenau. Sie war erstmals in der Kulturkirche und angetan vom Ambiente: „Es ist eine sehr schöne Atmosphäre für Musik hier.“ Dieses Urteil gaben auch die Musiker ab. „Der Raum ist super und auch die Geschichte des Gebäudes sehr interessant“, sagte Eyal Lovett. Die Atmosphäre habe ihnen das Gefühl gegeben, „dass wir die Leute mit unserer Musik mitnehmen konnten.“

Anliegen der jüdischen Gemeinde ist es, auch den Menschen im Süden des Landkreises besondere musikalische Erlebnisse zu bieten, erläuterte Arkadij Schwarz von der jüdischen Gemeinde Königs Wusterhausen, die es gemeinsam mit dem Landkreis Dahme-Spreewald und der Stadt Luckau ermöglichte.

(Birgit Keilbach)