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| 16:39 Uhr

Weihnachtliche Klänge
Der musikalische Jahresabschluss

Von Nervosität keine Spur - Sechs jungen Gitarristen der Kreismusikschule Dahme-Spreewald eröffnen ein vielseitiges Jahresabschlusskonzert.
Von Nervosität keine Spur - Sechs jungen Gitarristen der Kreismusikschule Dahme-Spreewald eröffnen ein vielseitiges Jahresabschlusskonzert. FOTO: Jenny Theiler / LR
Luckau. Die Schüler der Kreismusikschule Dahme-Spreewald begeistern das Luckauer Publikum.

Glühweinduft zieht durch das Capitol in Luckau. Aufgeregte Mädchen rennen mit Gitarren und Notenblättern in den Händen durch die Flure, die sich allmählich mit Eltern und Zuschauern füllen. Musiklehrer Lutz Neumann bespricht mit einer Gruppe junger Gitarristen ein letztes Mal den Programmablauf, ehe sie sich auf die Bühne begeben. Der ehemalige Kinosaal erstrahlt in festlichem Glanz. „Normalerweise finden die Konzerte in Schulen statt, aber es hatte sich ergeben, dass wir in diesem Jahr diesen Saal bekommen“, erklärt der stellvertretende Musikschulleiter Bernd Ziemainz. Tatsächlich hat das geschmückte Capitol eine besondere Wirkung auf die Konzertatmosphäre. Farbig getöntes Licht, ein reich geschmückter Weihnachtsbaum und leuchtende Sterne über der Bühne schaffen eine behagliche Abendstimmung und vermitteln dem Publikum einen unaufdringlichen Hauch von Weihnachtsstimmung. Arbeitsstress und Alltagssorgen scheinen bei einem Glas Sekt oder einer Tasse Glühwein zu verfliegen. Die Besucher freuen sich auf einen entspannten, abwechslungsreichen Abend mit viel Musik.

Durch das Programm führt der Klavierlehrer Carsten Volcsik. Zum sechsten Mal zeigen die Schüler der Kreismusikschule Dahme-Spreewald, im Rahmen eines Weihnachtskonzertes, was sie im vergangenen Schuljahr gelernt haben. Drei Konzerte sind im Landkreis geplant. Der Auftakt fand am vergangenen Freitag in Königswusterhausen statt. Es folgen Auftritte in Luckau am Mittwoch, 13. Dezember, sowie einen Tag später in Lübben. Für die Freude an der Musik wird kein Eintritt verlangt.

Das Programm beginnt mit sechs jungen Gitarristen, die mit einer mehrstimmigen Instrumentalversion von „Leise rieselt der Schnee“ und „Stille Nacht“ das Konzert eröffnen. Es folgen bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder wie „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, und „Maria durch ein Dornwald ging“, die von Klavierschülern interpretiert werden. Die jungen Musiker sind in jeweils unterschiedlichen Unterrichtsstufen - dennoch ergänzen sie sich und tragen zur Vielseitigkeit des Programms bei. Der elfjährige Niclas van der Heyden spielt seit sechs Jahren Gitarre, während sein siebenjähriger Bruder Yannic erst im Februar dieses Jahres mit dem Klavierspiel begonnen hat. „Das ist mein erstes Konzert“, erklärt der Siebenjährige stolz. Seine Gesangsdarbietung von Rolf Zuckowskis „In der Weihnachtsbäckerei“ fällt zwar aus der Programmplanung, zaubert aber ein breitses Schmunzeln auf die Gesichter der Besucher.

Obwohl die Programmzettel ein Weihnachtskonzert ankündigen, beschränken sich die jungen Akteure nicht nur auf Weihnachtsklassiker. Instrumentalmusik und Gesang aus unterschiedlichen Gattungen und Zeitaltern bilden einen angenehmen Ausgleich zum momentan allgegenwärtigen Weihnachtsthema. Die fortgeschrittenen Schüler begeistern mit Paul McCartneys „Yesterday“, Indie-Rock von The Fray und Balladen der amerikanischen Sängerin Christina Perri. „Ich finde es sehr schön, dass nicht nur Weihnachtslieder gespielt werden“, meint Maria Hähnel (56). Sie besucht die Konzerte der Musikschule Dahme-Spreewald jedes Jahr und schätzt vor allem die Vielseitigkeit des Programms. „Man erkennt bei den Konzerten immer wieder, dass die Schüler mit entscheiden dürfen, was sie vorspielen wollen und das finde ich sehr wichtig“, so die Luckauerin.

Diese Auffassung teilt auch Lutz Neumann. Der Musiklehrer unterrichtet seit 28 Jahren Gitarre und Gesang und organisiert sowohl die Weihnachts- wie auch die Sommerkonzerte der Kreismusikschule. „Es hat ja keinen Sinn mit den Schülern Stücke zu lernen, die sie am Ende gar nicht vorspielen möchten“, erklärt der Lehrer. Es sei entscheidend dem Publikum nicht nur zu zeigen, was im Unterricht gelernt wurde, sondern auch den Schülern die Möglichkeit zu geben, erste Bühnenerfahrung zu sammeln. Das Musizieren vor Publikum sei vor allem für die Lebensentwicklung der Jüngeren eine wertvolle Erfahrung. „Diese Erfolge steigern schließlich das Selbstbewusstsein und motivieren weiterzulernen“, weiß der erfahrene Musiklehrer Lutz Neumann.

Dass die gemeinsame Freude an der Musik ganze Generationen miteinander verbindet, zeigt auch das Luckauer Rock- und Pop-Ensemble der Kreismusikschule Dahme-Spreewald „Takt 61“. Musik kennt keine Altersbeschränkung und so musizieren erwachsene Musikschüler gemeinsam mit den jüngeren in einer achtköpfigen Band und beenden mit Frank Sinatras „Winter Wonderland“ das gelungene Konzert eines erfolgreichen Musikschuljahres.

(the)