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Kritik am Klimaschutzmanager in Dahme

Dahme. Das Klimaschutzmanagement in Dahme hängt in der Warteschleife. Der Amtsausschuss hat kürzlich eine Entscheidung über die Umsetzung weiterer Maßnahmen aus dem Klimaschutz- und Energiekonzept sowie über die Fortführung der Stelle des Klimaschutzmanagers nach Ablauf des Förderzeitraums Ende April 2018 vertagt. asd1

Das Gremium folgte damit einem Antrag des Amtsausschuss-Vorsitzenden Thomas Willweber (Freie Wähler). Er sagte: "Der Bericht zum Klimaschutz hat mich nicht umgehauen" und will den Nutzen mit belastbaren Zahlen unterlegt haben. Zuvor hatte bereits Dahmetals Bürgermeister Manfred Hartfelder (CDU) kritisiert: "Ich kenne keine Ergebnisse von Maßnahmen des Konzepts. Zudem war ich an keiner Diskussion und keiner Veranstaltung beteiligt, habe nichts von der Arbeit des Klimaschutzmanagers gemerkt."

Ausgelöst wurde die Debatte durch einen Bericht von Erik Berge über den Klimaschutz in der Arbeitsgemeinschaft (AG) Niederer Fläming. Berge ist der gemeinsame Klimaschutzmanager für Dahme, Jüterbog und die Gemeinde Niederer Fläming. Die Personalstelle wird noch bis April 2018 vom Bundesumweltministerium mit 65 Prozent gefördert. Für die folgenden zwei Jahre sind nur noch 40 Prozent in Aussicht gestellt.

Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) warb für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanager. "Dank ihm haben wir jetzt zum Beispiel eine vernünftige Übersicht über die Straßenbeleuchtung in unserem Amt und auch sonst einiges im Bereich Klimaschutz realisiert", so der Verwaltungschef. Für ihn hat ein Klimaschutzmanager den Vorteil, "dass seine Stelle gefördert würde und ansonsten einen Teil seiner Arbeit die Mitarbeiter der Verwaltung mit übernehmen müssten". Bauamtsleiterin Christina Denkel bestätigte ihn: "Die Aufgaben aus dem Klimaschutz- und Energiekonzept sind so vielfältig, die könnten wir allein gar nicht leisten."

33 200 Euro würde die Weiterführung des Projektes das Amt Dahme für zwei weitere Jahre kosten. Diese Summe könnte sich noch verdoppeln, falls die Stadt Jüterbog aussteigen sollte. Für diesen Fall hatte die Verwaltung in Dahme eine erneute Beratung des Amtsausschusses vorgeschlagen. Die gibt es jetzt sowieso. Jörg-Uwe Lehmann (Freie Wähler) forderte, Jüterbogs Entscheidung abzuwarten. Ihlows Bürgermeister Werner Schröder (parteilos) stellte die Weiterführung der Stelle grundsätzlich infrage. "Ich kann nicht erkennen, was uns das bringt", sagte er. Werner Schröder kritisierte etwa, dass Inhalte und Ergebnisse des Konzepts vor allem im Internet dokumentiert sind: "Das ist nicht das Milieu unserer Bürger."

Infos zur Arbeit der AG Niederer Fläming finden Interessierte unter

www.gemeinsamklimaschutz.de