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Kreisverwaltung: Algen auf Gewässern ungefährlich

Lübben /Luckau. Wie in jedem Frühjahr ist wieder ein verstärktes Algenwachstum auf den Gewässern im Landkreis zu erwarten. "Diese regelmäßig im Frühjahr zu beobachtende, massenhafte Entwicklung von Kieselalgen stellt im Allgemeinen keine Gesundheitsgefährdung dar, ist aber optisch unschön und kann die Gewässergüte zeitweise verschlechtern", schreibt die Kreisverwaltung Dahme-Spreewald in einer Pressemitteilung dazu. red/SvD

Im Normalfall würden sich diese Schwimmstoffe nach wenigen Wochen wieder absetzen und zu Boden sinken. Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass es sich in aller Regel nicht um Einleitungen von Abwasser oder Verbringen von anderen Stoffen handelt, sondern ein Zeichen des hohen Angebotes von Nährstoffen in Gewässern ist.

Insbesondere sind die oft durch Landwirtschaft geprägten Grabensysteme und Gewässer, besonders im Bereich von Flussauen, durch hohe Nährstoffgehalte gekennzeichnet. Zusätzlich habe wie in jedem Frühjahr ein Nährstoffeintrag durch Blütenstaub und Blütenreste stattgefunden, heißt es weiter..

Vor allem in langsam fließenden und nährstoffreichen Gewässern vermehrten sich Algen durch stärkeren Lichteinfall und steigende Wassertemperaturen deutlich. Während im Frühjahr Kieselalgen das Wasser gelblich-braun färben und braune Schaumblasen bilden, entwickeln sich im Sommer manchmal auch massenhaft Grünalgen und auch blaugrüne Algen.

Hauptsächlich im Frühjahr bilden die Algen dann nach starker Belichtung auftreibenden Schwimmschlamm in Form von braunen Fladen, welche im Gewässer treiben und sich mitunter an Hindernissen wie etwa Stauanlagen und Durchlässen aufstauen. Diese auftreibenden Algen- und Bakterienmassen in den Gewässern werden umgangssprachlich oft als "Quaddeln" bezeichnet. Erste Anzeichen sind nun nach dem etwas verschobenen Frühlingsbeginn in den Gewässern zu beobachten.