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Kreis konzentriert sich auf Hauptwege

Lübben.. Die Radwegekonzeption des Landkreises Dahme-Spreewald ist fertig. Ämter und Gemeinden hätten sich „konstruktiv und engagiert“ eingebracht mit dem Ziel, bestehende und geplante Wege besser zu vernetzen, teilt der Landkreis mit. Archivfoto: Heinemann

Bürgermeister und Amtsdirektoren hätten das Ergebnis, das ihnen jüngst präsentiert worden sei, akzeptiert, berichtet Vize-Landrat und Baudezernent Stephan Loge. „Dieses Konzept wird uns vor allem im Hinblick auf das Einwerben von Fördermitteln für den Ausbau von Radtouren Unterstützung liefern.“
Vor einem halben Jahr, erinnert Loge, habe der Landkreis über seine Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wfg) das Konzept initiiert. Alle Gemeinden und Ämter hätten zugearbeitet, wobei einige auf ihre Pläne zurückgegriffen, andere bei Null angefangen hätten. Die Wfg habe als Moderator gewirkt, „vor allem auch an den Gemeinde- und Ämtergrenzen“ . Denn das Augenmerk liege auf den Hauptwegetrassen, mit denen der Landkreis überregional Verbindungen zu bestehenden Wegenetzen etwa im Teltow-Fläming-Kreis schaffen wolle.
Mit dem Konzept habe der Landkreis die Möglichkeit, „über ein integriertes System zu verfügen, das schlüssig ist“ , sagt der Vize-Landrat. „Ohne Schlüssigkeit ist nicht auf Fördermittel beim Land zu hoffen.“ Wichtig sei das auch für die Vermarktung durch den Landestourismusverband, der in der Vergangenheit ab und zu beispielsweise auf den streckenweise kritikwürdigen Zustand des Gurkenradwegs hingewiesen habe.
Unter dem Strich der im Konzept aufgeführten Hauptwegetrassen steht eine Kostenschätzung von mehr als 21 Millionen Euro. „Wenn man diese exorbitante Zahl sieht, ist klar, dass wir mit der Realisierung ein paar Jahre zu tun haben werden“ , sagt Loge.
Der Landkreis räume dabei dem Dahme-Radweg mit seinen Verbindungen in den Spreewald und in Richtung Niederlausitzer Landrücken höchste Priorität ein. „Ganz einfach, weil wir mit ihm schon richtig weit gekommen sind.“ Der am Berliner Stadtrand beginnende Weg habe Golßen sowie den Unterspreewald in Brand und in Lubolz erreicht. Als wichtiges Teilstück soll Loge zufolge am 28. April die 1,7 Millionen Euro teure Brücke in Dolgenbrodt fertig sein. Der Ausbau der Strecke von Golßen nach Rietzneuendorf werde voraussichtlich in diesem Jahr in Angriff genommen. Auf den ersten Spatenstich für den Radweg von Lubolz nach Lübben hofft der Baudezernent im Sommer. Wegen Grundstücksproblemen war für diese Strecke ein Planfeststellungsverfahren notwendig.
Als nächstes werde wahrscheinlich der Hofjagdweg ab dem nächsten Jahr komplettiert. Er führt von Königs Wusterhausen über Motzen, Bestensee und Groß Köris zum Gurkenradweg im Spreewald. Der Gurkenradweg zählt ebenso wie die Kranichtour im Spreewald und auf dem Niederlausitzer Landrücken zu den Prioritäten des Radwegekonzepts.
Als solche ist auch der Spreewaldbahn-Radweg eingestuft. „Das Amt Lieberose/Oberspreewald ist dort schon sehr aktiv und hat unter anderem mit dem Freischnitt der Trasse im Herbst begonnen“ , erkennt Loge an. Es werde auch größtenteils der Vorhabensträger dieses Projekts sein, während der Landkreis mit seiner Wfg beispielsweise „helfen wird, Geld zu beschaffen“ . Dieser Weg solle von Radensdorf über Straupitz und Byhlen nach Burg führen und dort an das Loge zufolge gute Netz Richtung Cottbus anschließen. In Byhlen sei ein Abzweig nach Lieberose und Jamlitz vorgesehen, ein weiterer sei in Straupitz Richtung Goyatz geplant.
„Damit gehen wir in die Erschließung des Schwielochsees und werden diesen Weg perspektivisch an den Oder-Neiße-Radweg anschließen.“
Was die Bestandspflege betrifft, sei zwar in der Vergangenheit „viel passiert“ , so Loge, „aber nie genug“ . Habe der Landkreis in den vergangenen Jahren 800 Euro für die Beschilderung ausgegeben, seien dafür in diesem Jahr 10 000 Euro geplant, kündigt Stephan Loge an.