„Ich sehe keinen Handlungsbedarf, warum wir unsere Straßennamen ändern sollen“ , stellt Thomas Brokmeier klar. Der Ortsbürgermeister erinnerte daran, „dass es in Kreblitz schon im Jahre 2000 Veränderungen in den Bezeichnungen gab“ . „Die Umschreibungen der Bürger ziehen sich bis heute hin“ , sagte er weiter.

„Gutshof“ bleibt „Gutshof“
Brokmeier begründete seinen Standpunkt: „Wir haben uns als eine der ersten Gemeinden freiwillig der Stadt Luckau angeschlossen. Damit liegen wir klar gegenüber Orten wie Schlabendorf und Terpt im Vorteil. Unsere Vorreiterrolle darf uns jetzt nicht auf die Füße fallen“ , mahnt der Ortsbürgermeister. Knackpunkt sind drei Straßen in Kreblitz. Den „Gutshof“ gibt es auch in Schlabendorf, einen „Dubener Weg“ in Terpt und Fürstlich Drehna hat auch eine Straße „Am Sportplatz“ .
„In einer gemeinsamen Stadt darf es keine Doppelung von Straßennamen geben“ , erklärt Michael Klinkmüller, vom Ordnungsamt in Luckau. Post und Rettungsdienste etwa würden auf eine klare Identifizierung von Straßen drängen. Das Kreblitzer Problem scheint da noch klein. Eine Dorfstraße beispielsweise sei in der Stadt Luckau durch die zahlreichen Eingemeindungen derzeit zwölf Mal vorhanden.

Maximal 25 Buchstaben
Bei der Suche nach einem neuen Namen sei zu beachten, dass dieser maximal 25 Buchstaben haben dürfe. „Kreblitzer Sportplatz“ erfüllt diese Vorgabe. „Damit würden alte Gewohnheiten beibehalten“ , begründet Michael Klinkmüller den Vorschlag der Verwaltung. Der sei auch daran gelegen, alte Namen möglichst zu bewahren. Der „Dubener Weg“ in Kreblitz könnte künftig „Dubener Straße“ heißen, der „Gutshof“ vielleicht „Kreblitzer Gutshof“ .
Der Hinweis eines Bürgers, dass Fürstlich Drehna eine andere Postleitzahl hat und damit klar zu unterscheiden ist, sei nicht praktikabel. „Die Postleitzahlen in der Stadt Luckau sollen einheitlich angeglichen werden“ , erklärt Michael Klinkmüller.
Trotzdem war man am Donnerstag in Kreblitz sauer. „Bei unserer Eingliederung im Jahre 2000 wurden unsere gesamten Straßennamen besprochen und bestätigt. Jetzt wird wieder einiges in Frage gestellt. Wie kann das passieren, wenn die Verwaltung mit allen Dörfern solche Gespräche geführt hat?“ , ärgerten sich Bürger. „Damals“ , gibt Thomas Brokmeier zu bedenken, „war bei zwei der drei betreffenden Orte noch keine Rede von Eingemeindung“ . Schlabendorf und Terpt wurden erst mit der Gemeindegebietsreform im Vorjahr der Stadt Luckau zugeschlagen.
Der Vorschlag des Ortsbürgermeisters, Straßennamen dort zu ändern, wo es die wenigsten Bürger betrifft, gefiel Michael Klinkmüller. Er versprach, dies zu berücksichtigen und dabei auch Gewerbetreibende einzubeziehen. „Am Sportplatz“ in Kreblitz ist beispielsweise ein Unternehmen ansässig. „Eine Änderung der Anschrift verursacht für die Firma hohe Kosten“ , gibt Thomas Brokmeier zu bedenken. Die müssten seiner Ansicht nach dann zu Lasten der Stadtkasse gehen.

Vorschläge werden geprüft
Die Kreblitzer Position nahm der Vertreter des Ordnungsamtes mit ins Luckauer Rathaus. Im nächsten Ortsbeirat in Kreblitz soll das Thema Straßennamen erneut auf die Tagesordnung.