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| 17:20 Uhr

25 Jahre evangelische Trägerschaft
Krankenhaus Luckau mit Silberjubiläum

Beim Festgottesdienst erinnert der ehemalige Bürgermeister Harry Müller an die Verhandlungen zum Trägerwechsel im Jahr 1993.
Beim Festgottesdienst erinnert der ehemalige Bürgermeister Harry Müller an die Verhandlungen zum Trägerwechsel im Jahr 1993. FOTO: Dorn, Franziska / Franziska Dorn
Luckau. Einrichtung ist seit 25 Jahren in evangelischer Trägerschaft. Etwa 250 Gäste feierten das. Von Franziska Dorn

Das Evangelische Krankenhaus Luckau ist seit 25 Jahren in evangelsicher Trägerschaft. Aus diesem Anlass fand am Sonntag ein Festgottesdienst in der Luckauer Nikolaikirche statt. Etwa 250 Gäste waren gekommen.

 Mit der Übernahme der Trägerschaft durch das Evangelische Diakonissenhaus Berlin-Teltow wurde 1993 aus dem Kreiskrankenhaus das Evangelische Krankenhaus Luckau mit heute 220 Mitarbeitern. Bei dem Festgottesdienst verwies Pfarrer Matthias Blume, theologischer Vorstand des Hauses, in seiner Predigt auf den christlichen Auftrag der Nächstenliebe. „Gottes Wille zielt auf Heilung und Frieden“, sagte er. Er bezog sich auf die biblische Figur des Gottesknechtes, der sich berufen fühlt, die Elenden aufzurichten und die Hungrigen zu speisen, wie es im Alten Testament heißt. „Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich mit ihrer Arbeit eng verbunden. Für sie ist ihr Tun genauso mehr Berufung als Beruf“, sagte er weiter.

Bevor es zum Trägerwechsel kam, waren einige Hürden zu überwinden. Der damalige Bürgermeister Harry Müller erinnerte in seinem Grußwort an eine schwierige Zeit. Viele Ideen und verlockende Angebote für die Zukunft des Krankenhauses hätte es damals gegeben. Er sei froh, dass nach mitunter harten Verhandlungen und mühevoller Lobbyarbeit, das Haus im Jahr seines 90-jährigen Bestehens an das Evangelische Diakonissenhaus übergeben werden konnte.

Für den Kaufmännischen Vorstand des Diakonissenhauses, Lutz Ausserfeld, der den Wechsel der Trägerschaft mitgestaltet hat, ist die Geschichte eine Erfolgsgeschichte: „Mit der Übernahme in die Trägerschaft einer diakonischen Traditionsstiftung wurden die Existenz des Krankenhauses gesichert. Heute gilt die vergleichsweise kleine Einrichtung als Musterbeispiel“, sagt er. An den Kulturwechsel erinnerte Dr. Frank Schilke, Chefarzt der Urologischen Klinik. „Es gab nicht nur einen Krankenhausseelsorger, der auch für uns Mitarbeiter einen neuen Blick auf das Thema Kranksein werfen ließ. Zugleich gab es eine rasante Entwicklung im Bereich der Medizintechnik und umfangreiche bauliche Veränderungen.“

Meilensteine waren der Neubau des Bettenhauses, der 2001 eingeweiht wurde, die Eröffnung der Klinik für Geriatrie 2011, der 2012 fertiggestellte Funktionsneubau mit OP-Sälen, Rettungsstelle und Radiologie sowie die Eröffnung der Geriatrischen Tagesklinik 2014. Eine, die einen großen Teil der Geschichte des miterlebt hat, ist Roswitha Urban aus Luckau. Die 66-Jährige hat 1968 ihre Ausbildung zur Sekretärin begonnen. Seither war sie in der Chirurgischen Abteilung tätig. Eigentlich ist sie im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet worden. Wegen personeller Engpässe kehrte sie aber wieder zurück. Nun kann sie auf beachtliche 50 Dienstjahre zurückblicken.

Gemeinsam mit zwölf Kolleginnen ist sie von der Geschäftsführerin Dr. Claudia Neumann für langjährige Dienste geehrt worden. „Die Arbeit ist Schule des Lebens und der Freude. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, ein wichtiger kleiner Teil im großen Gefüge zu sein“, sagte Roswitha Urban am Rande des Festempfangs, der im Anschluss an den Gottesdienst stattfand.

Das Evangelische Krankenhaus Luckau hat Kliniken für Innere Medizin, Geriatrie, Chirurgie, Urologie sowie Anästhesiologie und Intensivtherapie. Es verfügt über 140 stationäre Betten und zehn Tagesklinikplätze. Jährlich werden über 6000 stationäre und knapp 10 000 ambulante Patienten versorgt.

Roswitha Urban aus Luckau (l.) wird für 50 Dienstjahre von Geschäftsführerin Dr. Claudia Neumann geehrt.
Roswitha Urban aus Luckau (l.) wird für 50 Dienstjahre von Geschäftsführerin Dr. Claudia Neumann geehrt. FOTO: Franziska Dorn