| 17:30 Uhr

Wittmannsdorf
Kostenloser Kompost war der Renner

Über die Sicherung und Rekultivierung der alten Hausmülldeponie in Luckau-Wittmannsdorf informierte der technische Leiter Ludwig Prax (r.) am Samstag Diane Blüthner, Hans-Peter Waack und Michael Blüthner (v.l.) aus Damsdorf.
Über die Sicherung und Rekultivierung der alten Hausmülldeponie in Luckau-Wittmannsdorf informierte der technische Leiter Ludwig Prax (r.) am Samstag Diane Blüthner, Hans-Peter Waack und Michael Blüthner (v.l.) aus Damsdorf. FOTO: Birgit Keilbach
Luckau. KAEV Niederlausitz informierte am Samstag auch über die rekultivierte Hausmülldeponie in Luckau Wittmannsdorf.

Eine lange Schlange von Pkw mit Anhängern bildete sich am Samstagvormittag in der Zufahrt und auf dem Gelände des Kommunalen Abfallentsorgungsverbandes Niederlausitz in Luckau-Wittmannsdorf. Dieser hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen und bot Kompost kostenlos an. Hergestellt wird dieser auf der eigenen Kompostieranlage. Den Ablauf erläuterte der technische Leiter Ludwig Prax interessierten Besuchern. So erfolge die Verrottung der Grünabfälle bei einer Temperatur von 70 Grad Celsius. Neun Monate dauere es, bis der Kompost nach mehreren Umsetzungen fertig sei.

Die erste Miete mit den Garten- und Parkabfällen füllte sich am Samstag zusehends. Denn etliche Gartenbesitzer brachten ihren Baum- und Strauchschnitt, auch den ersten Rasenschnitt, bevor sie den leeren Hänger mit dem Kompost füllten. Auch Lutz Pomaska nutzte diese Gelegenheit, wie an anderen Samstagen auch. „Es ist gut, dass es diese Möglichkeit gibt, hier alle 14 Tage alles abzugeben, was im Garten so anfällt“, sagte der Luckauer.

Kompost für ihren Garten besorgten sich auch Michael und Diane Blüthner aus Damsdorf. Sie nutzten außerdem die Gelegenheit, sich bei einer Führung ausführlich über die Deponie zu informieren. Ludwig Prax gab ihnen fachkundig Auskunft, wie die Ende 2004 stillgelegte Hausmülldeponie auf dem Gelände 2011 mit mehreren Schichten den Vorschriften entsprechend abgedichtet und rekultiviert wurde. 60 Jahre lang werde nun regelmäßig überwacht, dass von dem darunter gelagerten Müll keine Gefahr für die Umwelt ausgeht. Rundum seien dazu Pegel-Messstellen für Grundwasser, Deponiegas und Setzungen angebracht, erläuterte der technische Leiter. Michael Blüthner war die Führung mit den vielen Informationen sehr interessant, „denn wir wollen uns einen Teich anlegen und ihn nicht mit Folie abdichten, sondern eine natürliche Dichtschicht anlegen.“ Ludwig Prax habe sehr kompetent und ausführlich viele Details erläutert, ergänzte seine Frau Diane.