“Wenn wir die Mittel jetzt nicht aufbringen, wird der Radweg nie gebaut„, sagte Golßens Bürgermeister Lars Kolan (SPD) im Hauptausschuss.

Etwa 120 000 Euro muss die Stadt Golßen nun selbst für die Planung und Bauüberwachung berappen. Kein Pappenstiel angesichts der klammen Haushaltslage. Die Mitglieder der anwesenden Fraktionen teilten Kolans Meinung. Das Geld für den Bau stehe nur noch bis 2011 zur Verfügung, danach würde die Stadt auf den Baukosten von insgesamt 1,5 Millionen Euro sitzen bleiben. Allerdings würden die notwendigen 120 000 Euro “mit Bauchschmerzen„ in den Radweg investiert. “Das bedeutet eine einjährige Ruhepause für die Stadtkernsanierung„, erklärte Lars Kolan. “Und die Gemeinde Zützen müsste ihre offenen Forderungen an die Stadt zurückziehen. Alle Pläne müssen erst einmal auf Eis gelegt werden.„

Der Nachtragshaushalt für 2010, der während der Hauptausschusssitzung vorgelegt wurde, zeigt: Golßens Rücklagen sind aufgebraucht. Beschlossen werden soll er auf der Stadtverordnetenversammlung am 20. September.