Von Anja Brautschek

Die Stadt Luckau will engere Kontakte zur Republik Moldavien knüpfen. Eine entsprechende städtepartnerschaftliche Kooperationsvereinbarung wurde kürzlich von Bürgermeister Gerald Lehmann und Juri Onofriicius, Bürgermeister der Stadt Vadul lui Voda, unterzeichnet.

Ziel dieser Kooperationsvereinbarung ist es, die Kulturen und Menschen besser kennenzulernen. „Wir können voneinander lernen. Das kann der Beziehung zwischen Stadt und Menschen helfen, aber auch die Beziehung zwischen den Ländern verbessern“, sagt Juri Onofriicius. Dafür werde ein Austausch auf allen Ebenen angestrebt.

Der Kontakt nach Vadul lui Voda ist über Luckaus Partnerstadt Slawa zustande gekommen. Slawa und Vadul lui Voda sind seit vielen Jahren freundschaftlich eng miteinander verbunden. Bei gegenseitigen Besuchen entstand der Kontakt nach Luckau. Eine Delegation aus Verwaltungsmitarbeitern, Stadtverordneten und dem Bürgermeister hat im vergangenen Jahr auf Einladung Land und Menschen bereits kennengelernt. „Dabei entstand der Gedanke, generationenübergreifend Menschen zusammenzuführen“, sagt Gerald Lehmann.

So ein Kontakt mit anderen Städten ist jedoch auch mit Zeit und Aufwand verbunden. Die Meinungen in Ausschüssen waren daher zum Teil auch zwiegespalten zu dieser Kooperation. „Es hängt von jedem ab, wie sich diese Partnerschaft entwickelt.“ Denkbar ist, dass die Kooperation auch in eine weitere Städtepartnerschaft münden kann.

Die Republik Moldau zählt als Beitrittskandidat zur EU. Dazu wurde unter anderem am 27. Juni 2014 das wirtschaftliche und politische Assoziationsabkommen zwischen der Republik Moldau und der Europä­ischen Union geschlossen.

Neben einer Städtepartnerschaft sei auch eine trilaterale Beziehung mit Luckau, Slawa und Vadul lui Voda vorstellbar. Denkbar wären unter anderem gemeinsame Veranstaltungen im Kultur- oder Jugendbereich. Solche Beziehungen seien der Grundstein wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung, ergänzt Slawas Bürgermeister.