Vollgepackt mit Erledigungen sind für die meisten von uns die Tage bis zum Weihnachtsfest. Doch es ist auch eine Zeit zum Innehalten und der Besinnung. Mit seinem traditionellen „Singen im Advent“ bot der Luckauer Kammerchor „Cantemus“ am Freitagabend Gelegenheit dazu. Rund 90 Minuten lang erwärmten die Sängerinnen und Sänger mit ihren hervorragenden Stimmen die Herzen der Menschen im Klostersaal der Luckauer Kulturkirche. Unter dem Titel „Ein Kind ist uns geboren“, brachten sie klassische und zeitgenössische Chormusik aus sechs Jahrhunderten zu Gehör. Zwei verschiedene Interpretationen des titelgebenden Liedes waren zu hören, die klassische von Heinrich Schütz und eine moderne, sehr anspruchsvolle Bearbeitung durch Werner Zimmermann. Besonders fasziniert waren die Zuhörer von der gleichfalls zeitgenössischen Bearbeitung des Liedes „Es kommt ein Schiff geladen“, dessen Text und Melodie aus dem 16. Jahrhundert stammt. Dargeboten hat der Chor eine zeitgenössische Bearbeitung von Oliver Gies, der in der Barbershop-Jazz-Szene zu Hause ist. Weihnachtsliedern aus Finnland, Schlesien sowie Russland und einem Medley bekannter deutscher Weihnachtsmusik lauschte das Publikum ergriffen, bevor sich alle beim gemeinsamen Singen zu einem großen Chor vereinten. „Dieses Konzert hilft immer gut, vom Alltag herunter und in Weihnachtsstimmung zu kommen. Und das ist auch heute wieder grandios gelungen“, resümierte die Luckauerin Christina Höhno.

Die Karten für das zweite Adventskonzert von „Cantemus“ am 22. Dezember sind bereits ausverkauft, wie der Chor informiert.