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Kontinuierliche Nachwuchsarbeit trägt Früchte

Akribisch platzieren die Läuferinnen der Jugendfeuerwehr Waltersdorf alle Schläuche, Kupplungen und Stahlrohre vor dem Start. Zwei Nachwuchsteams der verschiedenen Altersklassen belegten beim Gemeindeausscheid jeweils den zweiten Platz.
Akribisch platzieren die Läuferinnen der Jugendfeuerwehr Waltersdorf alle Schläuche, Kupplungen und Stahlrohre vor dem Start. Zwei Nachwuchsteams der verschiedenen Altersklassen belegten beim Gemeindeausscheid jeweils den zweiten Platz. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Waltersdorf. Spannende Wettkämpfe im Löschangriff nass haben sich am Samstag die freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Heideblick geliefert. Besonders groß war die Aufregung beim Nachwuchs, was sich durch einige Fehlstarts bemerkbar machte. bkh1

Bei allem Wettkampffieber stehe jedoch das Üben und das Zusammenwirken in der Gemeinschaft im Vordergrund, betonte Gemeindebrandmeister Thomas Seide. Ein Beispiel dafür sei die gemeinsame Jugendarbeit der Wehren von Bornsdorf, Weißack und Riedebeck. Die Bornsdorfer Ortswehrführerin hat das mit angeschoben. "In Riedebeck existiert keine eigene Jugendwehr und auch in Weißack gibt es nicht so viele Kinder, deshalb haben wir uns dafür entschieden", sagt sie. Zudem fördere dies frühzeitig das Zusammenwirken und den "Blick über den Tellerrand des eigenen Dorfes hinaus." Neun junge Bornsdorfer, zwei Riedebecker und drei Weißacker wirken in der gemeinsamen Jugendwehr mit.

Insgesamt traten 30 Feuerwehr-Teams in Waltersdorf an, darunter elf Kinder- und Jugendmannschaften. Vor allem in der Altersklasse von acht bis 14 Jahren gebe es Zuwachs. "Die Arbeit bei den Kidswehren trägt Früchte", stellte Thomas Seide gegenüber der Rundschau fest. Zunehmend engagierten sich auch Eltern für oder als aktive Mitglieder in den Wehren, "für die Feuerwehr früher kein Thema war." Mit 30 Nachwuchskräften habe Langengrassau zurzeit die mitgliederstärkste Jugendwehr. Im Landkreis Dahme-Spreewald sei Heideblick mit derzeit 127 Kindern und Jugendlichen in zehn Jugendfeuerwehren Spitze.

Die Wehren der Gemeinde Heideblick seien stets ein verlässlicher Partner, sagte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Dieter Heinze. Ein Lob erhielten die Organisatoren des elften Zwergenlaufes der Kidswehren des Landkreises vor zwei Wochen. "Die Veranstaltung auf dem Höllberghof war einer der besten Zwergenmärsche bisher", hob er hervor.

Insgesamt waren 26 Mannschaften aus dem gesamten Landkreis Dahme-Spreewald am Start. Für Karla Döring, stellvertretende Wehrleiterin und Kidsjugendwehrwartin in Langengrassau, war es eine Premiere. "Alle Beteiligen haben gut zusammengearbeitet." Gemeinsam mit dem Gemeindejugendwart Detlef Borch, den Langengrassauer und Wüstermarker Feuerwehrleuten organisierte sie die Veranstaltung. Unterstützung erhielten sie darüber hinaus von der Verkehrswacht, dem DRK, der Naturwacht Niederlausitzer Landrücken und dem Technischen Hilfswerk, die verschiedene Stationen gestaltet hatten.

Wichtigste Aufgabe der aktiven Kameraden in den freiwilligen Wehren ist jedoch die stete Einsatzbereitschaft im Ernstfall. Dafür dankte Heideblicks Bürgermeister Frank Deutschmann (parteilos) den Ehrenamtlern. Darüber hinaus erhielten am Samstag 16 Frauen und Männer ihre Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung in Technischer Hilfeleistung.

Die Ergebnisse

Löschangriff nass, Jugend A: 1. JFW Gehren I; 2. JFW Waltersdorf II; 3. JFW Gehren II. Jugend B: 1. JFW Gehren; 2. JFW Waltersdorf; 3. JFW Langengrassau

Frauen

1. FFW Gehren; 2. FFW Waltersdorf; 3. FFW Langengrassau

Männer

1. FFW Walddrehna; 2. FFW Beesdau; 3. FFW Langengrassau

Stiche und Bunde

Jugend A (8-14 Jahre)

1. JFW Waltersdorf II; 2. JFW Bornsdorf/Weißack; 3. JFW Gehren I

Jugend B (15-17 Jahre)

1. JFW Waltersdorf; 2. JFW Gehren; 3. JFW Bornsdorf/Weißack/Riedebeck