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| 17:03 Uhr

Christliche Jugend unterwegs
15 Kilometer zu Fuß im Zeichen des Kreuzes

 Finn Zimmermann trägt das Kreuz. Er war einer der etwa 50 Teilnehmer, die sich am ökumenischen Kreuzweg der Jugend am Freitagabend rund um Dahme beteiligt haben.
Finn Zimmermann trägt das Kreuz. Er war einer der etwa 50 Teilnehmer, die sich am ökumenischen Kreuzweg der Jugend am Freitagabend rund um Dahme beteiligt haben. FOTO: Andreas Staindl
Dahme. Über 15 Kilometer und sieben Stationen waren etwa 50 junge Leute am Freitagabend bei Dahme unterwegs. Ihr Ziel: Den Weg von Jesus Christus nachempfinden und sich mit aktuellen Bezügen auseinandersetzen. Von Andreas Staindl

Jesus Christus war mit dem wuchtigen Kreuz unterwegs. Er hatte schwer daran zu tragen. Sein Leidensweg wird immer und immer wieder nachempfunden. Junge Christen auch aus Dahme und Umgebung machen das seit vielen Jahren.

Sie sind am Freitagabend auf dem ökumenischen Kreuzweg der Jugend unterwegs gewesen. Etwa 50 junge Leute, vorwiegend Konfirmanden aus den Regionen Dahme, Luckenwalde und Jüterbog, waren dabei. Sie starteten in Rietdorf und pilgerten über Gebersdorf, Dahme und Niendorf wieder zurück. 15 Kilometer insgesamt. Zu Fuß.

„Eine so lange Strecke bin ich noch nie gelaufen“, sagt Finn Zimmermann. „Doch es ist kein Problem, macht sogar Spaß.“ Der Siebtklässler aus Luckenwalde trug, wie andere Teilnehmer auch, das Holzkreuz. Jeder ein Stück des Wegs, nur um zu spüren, wie sich Jesus gefühlt haben könnte.

Wie auf dessen Leidensweg gab es unterwegs mehrere Kreuzwegstationen. Sie standen unter dem Motto „Ans Licht“. Sieben waren es auf dem Pilgerweg rund um Dahme. An jeder der Stationen hatte eine Jugend- oder Konfirmandengruppe aus dem Süden des Kirchenkreises Zossen-Fläming etwas Gehaltvolles zum Nachdenken und Anregen vorbereitet.

Was hat der Leidensweg Jesu mit uns zu tun? Gibt es Parallelen? Lassen sich Dinge in die heutige Zeit übertragen? Der christliche Nachwuchs setzte sich mit diesen und anderen Fragen auseinander. „Es macht Spaß, den Kreuzweg gemeinsam mit anderen jungen Leuten zu gehen“, sagt Laura Gähl aus Jüterbog. „Ich mag die Gemeinschaft, bin gern an der frischen Luft.“

Und doch war die Veranstaltung am Freitagabend eine Herausforderung für die Jugendlichen. Schon auf dem ersten Teilabschnitt zwischen Rietdorf und Gebersdorf war die Gruppe der Teilnehmer weit auseinandergezogen. Klar, es war kein Wettkampf. Jeder pilgerte nach seinen Vorstellungen. Ziel war es schließlich, zur Ruhe zu kommen und nachzudenken.

Auch Ferdinand von Lochow aus Petkus nutzte diese Gelegenheit. „Es ist schön, gemeinsam mit anderen Jugendlichen an der frischen Luft unterwegs zu sein“, sagte der Achtklässler. Jakob Thomat aus Jüterbog pilgerte ebenfalls die 15 Kilometer von Kirche zu Kirche mit. Er freute sich vor allem auf das „gute Essen“.

Und das gab es tatsächlich. An der St. Marienkirche in Dahme konnten sich die Teilnehmer stärken. Diesmal gab es nicht die übliche warme Suppe, sondern Wild-Gulasch. Mitglieder der Jungen Gemeinde aus dem benachbarten Rosenthal  hatten die kulinarische Stärkung vorbereitet, wie Britta Rostalsky erzählt. Die Pfarrerin pilgerte den Kreuzweg am Freitagabend mit. Sie ging über weite Strecken an der Spitze, in der Hand eine Karte mit Wegen auch abseits der Straßen. Mit ihrer roten Warnweste war sie gut zu erkennen – nicht unwichtig bei einbrechender Dunkelheit.

Für die Konfirmanden war der Kreuzweg ein Teil ihrer Vorbereitung auf die Konfirmation. Er war aber auch eine gute Möglichkeit, sich mit dem Glauben und dem Leidensweg Christi auseinanderzusetzen, über alltägliche Dinge nachzudenken und diese zu hinterfragen.

Der Kreuzweg ist eine der größten ökumenischen Jugendaktionen. Etwa 60 000 Menschen nehmen jährlich teil. Rund 50 waren diesmal aus dem Süden des Kirchenkreises Zossen-Fläming dabei.