(be) In zwei Kommunen des Amtes Unterspreewald sind die Bürger am Sonntag, 16. Juni,  noch einmal an die Wahlurnen gerufen. In einer Stichwahl werden die neuen ehrenamtlichen Bürgermeister der Stadt Golßen und der Gemeinde Kasel-Golzig ermittelt. Jeweils drei Bewerber hatten sich am 26. Mai dem Votum gestellt, wobei keiner die absolute Mehrheit der Stimmen erzielte. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten müssen  am Sonntag erneut in den Ring.

In Kasel-Golzig hatte Einzelbewerber Stefan Eghbalian in Runde eins  mit 137 Stimmen (39,7 Prozent) die Nase vorn vor seinem Mitbewerber Mirko Puhlmann (WGS), der 109 Stimmen (31,6 Prozent) bekam. 363 Wahlberechtigte beteiligten sich am Votum (62,3 Prozent).

In Golßen konnte Daniela Maurer von der SPD im ersten Wahlgang 512 Stimmen auf sich vereinen, das waren 39,2 Prozent. Auf Vincent Fuchs von der AfD entfielen 404 Stimmen (30,9 Prozent). Insgesamt beteiligten sich in der Stadt 1340 Wählerinnen und Wähler, das waren 63 Prozent. Beide Golßener Kandidaten bewerben sich zum ersten Mal um den Bürgermeisterstuhl.

SPD-Kandidatin Daniela Maurer wird dabei von einem breiten Bündnis von SPD, CDU und Bündnis90/Grüne unterstützt, wie die Parteien in einer Mitteilung erklären.

Aus Sicht von Mario Zierus (SPD Schönwald/Golßen) stehe die 47-jährige Unternehmerin „für Transparenz, Toleranz und Bürgernähe“, deshalb sei sie „am 16. Juni die beste Wahl“.

Für die CDU erklärt Dr. Michael Bock: „Für die Zukunft Golßens und seiner Ortsteile ist es wichtig, dass wir eine verlässliche Bürgermeisterin haben.“ Sie werde sich für die Verbesserung der ärztlichen Versorgung, für die Stärkung des Bildungsstandortes sowie für die Belebung des Stadtzentrums und für die gleichberechtigte Stärkung der Ortsteile einsetzen.

Lothar Treder-Schmidt, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Grüne, ergänzt, Daniela Maurer habe ein klares Profil, und es gebe zudem inhaltliche Schnittmengen mit den Grünen wie beispielsweise eine bessere Bahntaktung, den Internetausbau, die Errichtung von öffentlichen Wlan-Hotspots sowie den nachhaltigeren Umgang mit der Umwelt und natürlichen Ressourcen. „Fortschritte in diesen Bereichen sind nur mit Daniela Maurer zu erwarten“, so Lothar Treder-Schmidt.

Die Vertreter aller drei Parteien fordern die Golßener auf, an der Stichwahl teilzunehmen „und für ein offenes, tolerantes und liebenswertes Gemeinwesen“ zu stimmen.

Die Wahllokale haben am Sonntag von 8 bis 18 Uhr an den gewohnten Stellen geöffnet, teilt Wahlleiter Daniel Graßmann mit. Sie befinden sich für Golßen  an der Grundschule, im Haus des Kindes und in der Zützener Kita „Storchennest“,  in Kasel-Golzig im Gemeindebüro, im Dorfgemeinschaftshaus Jetsch und im Gemeindebüro in Schiebsdorf.