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| 02:57 Uhr

Klinikum ernennt Chefärztin

Dr. Chris Neiße ist Chefärztin für Palliativmedizin am Klinikum Dahme-Spreewald in Lübben.
Dr. Chris Neiße ist Chefärztin für Palliativmedizin am Klinikum Dahme-Spreewald in Lübben. FOTO: jg/Münch
Lübben/Königs Wusterhausen. Das Klinikum Dahme-Spreewald hat die Oberärztin in der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin zur Chefärztin ernannt. Damit stärkt die Einrichtung die Palliativmedizin. Ziel der Palliativmedizin ist es, die Lebensqualität unheilbar kranker Patienten zu verbessern. red/bt

Seit mehr als zwei Jahren ist Dr. Chris Neiße als Oberärztin in der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikum Dahme-Spreewald tätig. Als Fachärztin für Anästhesie mit der Zusatzbezeichnung Intensiv-, Palliativ- und Notfallmedizin hat sie 2007 zusätzlich ein Fernstudium zur "Beraterin für Ethik im Gesundheitswesen" abgeschlossen. Sie arbeitet auf dem Gebiet, das sich damit befasst, die Lebensqualität unheilbar kranker Menschen zu verbessern.

Um diese komplexe Aufgabenstellung bewältigen zu können, umfasst das Betreuungsteam neben Ärzten und Pflegenden, auch Physiotherapeuten, Sozialarbeiter, Psychologen und Seelsorger. Die palliativmedizinische Betreuung hat einen ganzheitlichen Charakter. Dazu gehört es auch, die Angehörigen zu betreuen.

Dr. Neiße hat ihre Kenntnisse auf diesem Gebiet nach ihrem Arbeitsbeginn in der Spreewaldklinik Lübben durch eine Weiterbildung in Spezialgebieten der Schmerztherapie ergänzt. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sieht sie in der Palliativmedizin war aber auch als externer Berater bereits hilfreich bei der Gründung des Klinischen Ethikkomitees am Klinikum 2010.

"Seit mehreren Jahren sind Arbeitsgruppen mit Beschäftigten unterschiedlichster Berufe an unserem Klinikum zu diesen Fragen aktiv. Frau Dr. Neiße passte zu diesen Initiativen und brachte viel Wissen und Erfahrung mit", erinnert sich Jutta Soulis, Geschäftsführerin der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH. "Inzwischen haben wir die Palliativmedizin - ebenso wie die Schmerztherapie - fest in das Leistungsspektrum des Klinikums integriert. Da ist es nur folgerichtig, dass dies mit Frau Dr. Neiße als Chefärztin auch sichtbarer wird."

Nach ihrem Studium in Berlin und Dresden promovierte Chris Neiße 1995. 2004 schloss sie die Facharztausbildung Anästhesiologie ab, erwarb sie 2006 die Zusatzbezeichnung Intensivtherapie, 2008 Notfallmedizin, 2010 Palliativmedizin und 2012 die spezielle Schmerztherapie.

Seit vielen Jahren schon engagiert sie sich im südlichen Landkreis Dahme-Spreewald und darüber hinaus in der speziellen ambulanten Palliativversorgung. Dass sie ihren anspruchsvollen Beruf, zu dem auch der Unterricht in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Klinikums gehört, mit ihrer Familie und den vier Töchtern sowie einem regen gesellschaftlichen Engagement und Vereinsleben vereinbaren kann, ist wohl nur mit Hilfe der Familie und hier besonders ihres Ehemannes zu schaffen.

Das Team der Palliativmedizin arbeitet eng mit den anderen medizinischen Fachgebieten des Klinikums an beiden Standorten zusammen.

Verantwortliche Oberärztin des neu etablierten Bereichs wird Heidrun Radke. Sie ist seit 2006 am Klinikum tätig, zuerst in Lübben, seit 2008 auf der Intermediate Care Station (IMC) in Königs Wusterhausen. Die Verbindung zu den bisherigen Stationen und Kollegen werde in beiden Fällen nicht unterbrochen, so das Klinikum.