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| 17:58 Uhr

Europaweite Aktion
Klingen und Schwingen für den Frieden

Gerd Kaufmann bewegt den Klöppel der großen Bronzeglocke der Nikolaikirche, die während des Friedensläutens zu hören war.
Gerd Kaufmann bewegt den Klöppel der großen Bronzeglocke der Nikolaikirche, die während des Friedensläutens zu hören war. FOTO: Andreas Staindl
Luckau. Luckauer Kirchengemeinde beteiligt sich an europaweiter Aktion. Auch große Bronzeglocke der Nikolaikirche ertönt dafür. Von Andreas Staindl

Ein starkes Signal für den Frieden sollte es sein, ein lautstarkes war es auf jeden Fall. 15 Minuten lang haben die Glocken der Nikolaikirche am Freitagabend in Luckau geläutet. Sie sind damit gemeinsam mit anderen kirchlichen und nichtkirchlichen (säkularen) Glocken in ganz Europa erklungen.

Anlass war der internationale Friedenstag innerhalb des europäischen Kulturerbejahrs 2018. Mit dem europaweiten Glockenläuten sollte ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben gesetzt werden. Erstmals läuteten kirchliche und säkulare Glocken gemeinsam. Das gemeinsame Klingen und Schwingen sollte die akustische Vision einer europäischen Verständigung in einer ganz anderen Art symbolisieren. Auch in Luckau wurde ein Zeichen gesetzt.

Die Kirchengemeinde hatte zum Glockenläuten für den Frieden und anschließender Andacht mit dem Lektor Gerd Kaufmann eingeladen. Er verwies darauf, dass Frieden nicht selbstverständlich sei, aber auch, welches Leid die beiden Weltkriege den Menschen gebracht hatten. Das europaweite Glockenläuten sei deshalb ein wichtiges Signal für den Frieden.

Auch wenn das Glockengeläut kaum zu überhören war, lockte es doch nur wenige Besucher zur Andacht ins Gotteshaus. Dabei zu hören war jedoch auch die große Bronzeglocke. Sie erklingt laut Pfarrer Martin Meyer nur zu ganz besonderen Festtagen der Kirche. Dass sie am Freitagabend ebenfalls zu hören war, zeigt die Bedeutung der Aktion.

Die Bronzeglocke in der Nikolaikirche ist etwa 300 Jahre alt und zählt zu den größten Glocken im Land Brandenburg. Sie wiegt etwa drei Tonnen und hat einen Durchmesser von rund 170 Zentimeter. Wegen eines Sprungs durfte sie zehn Jahre lang nicht mehr geläutet werden. Erst seit 2012 ist sie wieder instand gesetzt.

Das Motto des europaweiten Friedensläutens war dann Programm: „Friede sei ihr erst Geläut.“ Die Aktion wurde vom Deutschen Städtetag, der evangelischen Kirche Deutschlands sowie verschiedener Partnerorganisationen durchgeführt.