ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:57 Uhr

Hoffen auf 2020
Kinderwunsch: Neues Wasserspiel

 Wenig Wasser und Algen - für die Kinder ist der alte Wasserspielplatz nicht mehr verlockend.
Wenig Wasser und Algen - für die Kinder ist der alte Wasserspielplatz nicht mehr verlockend. FOTO: LR / Carmen Berg
Lange Trockenheit macht der alten Anlage im Luckauer Laga-Park zusätzlich zu schaffen.

Auf den Beeten am Parkeingang leuchten  Sommerblumen. Die Bepflanzung ist Dank vieler Spenden von Luckauern üppiger als in Vorjahren, sagt Maja Jentsch, Geschäftsführerin der Landesgartenschaugesellschaft. Am Wasserspielplatz vergnügen sich Ferienkinder aus dem Hort „Freundetreff“. Einige Jungen und Mädchen sausen an Land per Seilbahn über den Rasen, andere steigen mit nackten Füßen in die Becken. Auf den ersten Blick ein sorgloser, entspannter Sommermorgen. Doch der Schein trügt.

„Das Wasser ist eklig“, findet Leonie aus der Hortgruppe. Es ist nach der langen Trockenheit nur noch eine Pfütze, von Algen grünlich gefärbt. Die Anlage sei wie der Park zur Landesgartenschau 2000 entstanden  und ursprünglich nicht auf eine so lange Nutzung ausgelegt gewesen, benennt Maja Jentsch das Problem.

Kaum Wasserdurchlauf. Der Boden verschlissen, zählt sie Mängel auf. Ein Schild warnt vor Rutschgefahr. Von den Hortkindern darf deshalb nur in die Becken, wer Badesachen dabei hat, erzählt Hortleiterin Elke Lieske. Es sei schade um die Anlage, denn bei den Kindern sei sie ein Renner, bedauert die Hortleiterin.

Abhilfe noch in diesem Sommer kann Maja Jentsch nicht versprechen. Wohl aber steht der Wasserspielplatz bei den Sanierungsplänen für den Park ganz oben auf der Liste. Maja Jentsch erklärt den Hortkindern an einer Modellzeichnung, die im Park ausgestellt ist, wie er einmal aussehen könnte.

 Die Sommerbeete sind reicher bepflanzt als in Vorjahren, doch die Pflege erfordert bei der langen Trockenheit ganze Kraft.
Die Sommerbeete sind reicher bepflanzt als in Vorjahren, doch die Pflege erfordert bei der langen Trockenheit ganze Kraft. FOTO: LR / Carmen Berg

Demnach werden die Becken mit Sand verfüllt. Mitten hindurch soll sich in einer kniehohen Sandsteinrinne ein Fluss schlängeln, unterbrochen von mehreren Becken, die wie kleine Inseln wirken. Der Clou: Die Kinder können den Fluss selbst in Gang setzen, wenn sie die Pumpe drücken. „Cool“ finden die Ferienkinder die Idee, die von Bildhauern aus Dresden stammt.

Geht es nach der Laga-GmbH, soll der neue Wasserspielplatz zum 20-jährigen Jubiläum der Landesgartenschau 2020 fertig sein. „Das A und O ist die Finanzierung“, sagt die Geschäftsführerin. Gerechnet wird mit 60 000 bis 70 000 Euro Kosten. Ein Förderantrag ist laut Bürgermeister Gerald Lehmann auf den Weg gebracht. Zudem hofft die Laga-GmbH erneut auf das große Herz der Luckauer Bürger und Firmen für den Park, wie sie es schon nach dem Tulpenklau in diesem Frühjahr bewiesen hatten. Ein Vorschlag: Unternehmen könnten einzelne Becken des geplanten Flüsschens „kaufen“. Mehr Infos und das Spendenkonto finden Interessierte auf der Internetseite der Laga-GmbH.

Der Spielplatz ist der erste Schritt eines Park-Sanierungskonzeptes, das demnächst mit den Stadtverordneten beraten werden soll.  Das Bewässerungssystem, die Instandsetzung der Wege, der Holzbrücken sowie  des Steges am Weiher nennt Maja Jentsch Details, über die die Abgeordneten das letzte Wort haben. Künftige Lösungen sollten nachhaltig und möglichst pflegeleicht sein, das ist Maja Jentsch wichtig, denn die Personaldecke ist mit einer Gärtnerin in Vollzeit und drei Beschäftigten in geförderten Maßnahmen dünn. Ausfälle durch Krankheit und Urlaub machten aktuell schon das Gießen der Beete und die Rasenmahd zur Herausforderung, die nur mithilfe des Bauhofes zu meistern sei, so die Geschäftsführerin. Manchmal hilft aber auch die Trickkiste. „Falls sich die Leute unlängst über die Tücher auf den Beeten gewundert haben – sie waren Sonnenschutz für die frisch gepflanzten Sommerblumen“, sagt Maja Jentsch.