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| 15:58 Uhr

Einsatz für Klima- und Umweltschutz
Wacher Blick für die Umwelt

 Zwei große Mülltüten füllten die Golßener Feuerwehr-Kids und die evangelischen Spreewald-Pfadfinder während ihrer Umweltaktion und übergaben diese an Bürgermeisterin Daniela Maurer (Mitte). Zum Abschluss wurden zwei junge Eichen auf dem Spielplatz am Joachimsteich gepflanzt.
Zwei große Mülltüten füllten die Golßener Feuerwehr-Kids und die evangelischen Spreewald-Pfadfinder während ihrer Umweltaktion und übergaben diese an Bürgermeisterin Daniela Maurer (Mitte). Zum Abschluss wurden zwei junge Eichen auf dem Spielplatz am Joachimsteich gepflanzt. FOTO: Birgit Keilbach
Golßen. Feuerwehr-Kids und Spreewald-Pfadfinder sammeln 30 Kilogramm Müll in Golßen. Von Birgit Keilbach

Einen Umweltaktionstag haben am Samstag Jungen und Mädchen der Kidsfeuerwehr und der evangelischen Spreewald-Pfadfinder in Golßen veranstaltet. Mit Mülltüten in den Händen starteten sie ihre Aktion im Stadtpark.

„Im Park gibt es die meisten Dreckecken, vor allem an den Bänken um den Küchenteich herum“, weiß Stefanie Brost aus Erfahrung. Die Leiterin der Golßener Kidswehr macht mit den Knirpsen schon seit Jahren regelmäßig eine solche Aktion. „Damit soll den Kindern bewusst werden, dass Müll nicht in die Umwelt gehört.“

Auch diesmal fanden die kleinen Müll-Detektive wieder jede Menge Unrat, der achtlos in der grünen Oase der Stadt weggeworfen wurde. „Ich habe ganz viele Zigarettenkippen und Bierflaschendeckel gefunden“, erzählte der achtjährige Lennert Knösels. Auch Schnapsflaschen, Glasscherben, viele Pappbecher, sogar Böller und ein alter Reifen, der früher wohl mal an einer Schubkarre oder einem Bollerwagen nützlich war, sammelten die 14 Feuerwehr-Kinder zwischen drei und acht Jahren ein.

Tatkräftig unterstützten sie dabei zehn Mädchen und Jungen zwischen acht und 16 Jahren der evangelischen Spreewald-Pfadfinder. Der Kontakt entstand laut Stefanie Brost über die Kreisjugendfeuerwehr. Beide Gruppen verfolgen dieselben Ziele und so wurde es ein gemeinsamer Umweltaktionstag. „Die Idee der Pfadfinder ist es, den Kindern wieder die Nähe zur Natur nahezubringen“, erläuterte Pfarrer Benjamin Liedtke.

Das verbinde sich mit sozialem Lernen in der Gruppe, indem die Kinder gemeinsam Aufgaben bewältigen. „Sie sollen einen offenen Blick für die Umwelt bekommen, beim Wandern, Zelten oder eben auch so einer Müllsammelaktion“, ergänzte der Pfarrer. Der Einzugsbereich der evangelischen Pfadfinder-Gruppe umfasse die Region von Lübben über Golßen bis nach Kuschkow. Aus Golßen war Franz-Paul Brzezinski dabei und hatte seinen Vater gleich mitgelotst.

Nach der Runde durch den Stadtpark ging es in zwei Gruppen durch die Berliner- und die Schulstraße und weiter über die Garten- und die Hauptstraße auf Müllsammeltour. Am Spielplatz in der Straße Am Joachimsteich fanden sich alle zusammen. Eine ganze Menge Unrat hatte zum Beispiel Rina-Charlotte Kempfe zusammengetragen: unzählige Zigarettenstummel, eine alte Schuhsohle, Plastikverpackungen, Dosen, Glasflaschen. „Mir macht die Kidsfeuerwehr Spaß“, erklärte die Siebenjährige.

Selbst aktiv werden und dabei spielerisch lernen, dieses Ziel verband sich mit dem Umweltaktionstag in Golßen. Johanna Eilzer von den evangelischen Pfadfindern hatte für die Kinder noch ein paar Informationen zusammengestellt. „Es ist schon erstaunlich, dass so ein Zigarettenstummel bis zu fünf Jahre braucht, um zu verrotten. Die darin enthaltenen Schadstoffe und Gifte wandern derweil in den Boden und ins Grundwasser.“ Darüber hinaus erfuhren die Kinder, dass eine Plastiktüte zehn bis zwanzig Jahre braucht, bis sie verrottet ist, eine Chipstüte sogar bis zu achtzig Jahre.

Auf dem Spielplatz empfing Golßens Bürgermeisterin Daniela Maurer die Müllsammler. Sie hatte die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen. „Es ist wichtig, das Umweltbewusstsein der Kinder zu stärken.“ Insgesamt sei es in Golßen aber recht sauber, Einwohner achten vor ihren Häusern auf Ordnung.

Dennoch steckten rund 30 Kilogramm Müll in den zwei großen Tüten, die ihr von den Kindern übergeben wurden. Den Hinweis von Stefanie Brost, im Stadtpark noch ein paar Papierkörbe mit Aschenbechern aufzustellen, will die Bürgermeisterin in die nächste Stadtverordnetenversammlung mitnehmen. Zum Abschluss des Umweltaktionstages pflanzten sie gemeinsam zwei junge Eichen auf dem Spielplatz, die künftig Schatten spenden sollen. „Die Kinder hatten sich das gewünscht und wir haben es in der Fraktion ‚Gemeinsam für Golßen‘ finanziert“, sagte Daniela Maurer.

 Zwei große Mülltüten füllten die Golßener Feuerwehr-Kids und die evangelischen Spreewald-Pfadfinder während ihrer Umweltaktion und übergaben diese an Bürgermeisterin Daniela Maurer (Mitte). Zum Abschluss wurden zwei junge Eichen auf dem Spielplatz am Joachimsteich gepflanzt.
Zwei große Mülltüten füllten die Golßener Feuerwehr-Kids und die evangelischen Spreewald-Pfadfinder während ihrer Umweltaktion und übergaben diese an Bürgermeisterin Daniela Maurer (Mitte). Zum Abschluss wurden zwei junge Eichen auf dem Spielplatz am Joachimsteich gepflanzt. FOTO: Birgit Keilbach