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Kampf um Zehntelsekunden in Willmersdorf-Ströbritz

Das Team aus Zerkwitz belegte im Wettbewerb den zweiten Platz.
Das Team aus Zerkwitz belegte im Wettbewerb den zweiten Platz. FOTO: bkh1
Willmersdorf-Stöbritz. Bester Feuerwehrsport ist am Samstag in Willmersdorf-Stöbritz gezeigt worden. 20 Männer- und fünf Frauenteams aus sechs Brandenburger Landkreisen und Sachsen beteiligten sich am 21. Wettbewerb. bkh1

Außerdem fand der zweite Wertungslauf für den Brandenburger Vier-Bahnen-Pokal statt.

Mit anerkennendem Beifall begrüßten die Mannschaften zu Beginn die erfolgreichen Olympia-Teilnehmer aus Genschmar. Als Team Märkisch-Oderland hatten die Männer bei der Feuerwehr-Olympiade in Villach die Goldmedaille im Löschangriff nass geholt. Als Maschinist trug Christian Mlosch aus Schönfeld zu diesem Erfolg bei. Für den 28-Jährigen, der regulär bei der Kittlitzer Wehr seit 18 Jahren aktiv ist, war es nach den Deutschen Meisterschaften in Rostock 2016 der zweite große Wettbewerbserfolg mit dem Team aus dem Nachbarlandkreis. Die Konkurrenz, vor allem der Osteuropäer, sei stark gewesen. "Als wir dann nach dem letzten Lauf gesehen haben, dass keiner schneller war, da sind bei allen die Tränen geflossen", beschreibt er das Erlebnis. Trainer Andreas Zwick war bereits zum dritten Mal bei einer Feuerwehrolympiade und schätzte ein: "Es war für uns bisher die beste Olympiade, die Organisation war topp, mit einer super Publikumskulisse."

Gut organisiert hatten auch die Willmersdorf-Stöbritzer den traditionellen Wettbewerb, einschließlich ehrgeiziger Vorbereitung auf die eigene Teilnahme. "Für uns ist der Spaß an der Sache das Wichtigste und viele Familien der Feuerwehrleute sind heute im Einsatz, damit alles klappt", sagt Ortswehrführer Mathias Pötsch. Tage vorher wird die Wettkampfbahn hergerichtet. Es sei immer ein Höhepunkt, "und ich bin stolz auf die Jungs aus unserem Dorf, wie gut sie das organisieren", ergänzt Mutter Karin Pötsch. Die Frauen aus dem Ort backen jedes Jahr.

Trotz Wohlfühlatmosphäre und freundschaftlichen Kontakten untereinander schenken sich die Teams im Wettbewerb nichts. Da wird um entscheidende Zehntelsekunden gekämpft. Sich mit den Besten messen und von ihnen lernen wollen auch die Schlabendorfer Frauen. Sie waren dieses Jahr zum zweiten Mal dabei. Erst 2015 fanden sie sich neu zusammen. "Beim Üben sind wir immer gut, aber im Wettkampf meistens zu aufgeregt", sagt Ann-Catrin Pachtmann. Allzu viele Gelegenheiten dazu haben sie aufgrund vieler Schichtarbeiterinnen im Team nicht. "Wir sind ja auch aktiv im Einsatz, zwei von uns sind Atemschutzgeräteträgerinnen und alle haben eine Truppmann-Ausbildung", ergänzt Anja Ludwig.

Vor dem Pokalwettbewerb fand am Samstag außerdem der zweite Wertungslauf im Brandenburger Vier-Bahnen-Pokal statt. Zwölf Männer-Mannschaften aus fünf Brandenburger Landkreisen, sowie das Team aus Sitzenroda in Sachsen gingen an den Start. Den ersten Platz belegte Genschmar II (MOL; 0:23:18 min), auf Platz zwei folgte Günthersdorf (LOS; 0:24:12 min). Dritte wurde die Mannschaft aus Ihlow (MOL, 0:25:44).

Weitere Ergebnisse 13. Wanderpokal der FFW Willmersdorf-Stöbritz: Frauen: 1. Groß Lübbenau (OSL) 0:27,01 min; 2. Kittlitz (OSL) 0:27,58 min; 3. Neutrebbin (MOL) 0:31,06 min. Männer: 1. Klein Radden (OSL) 0:21,15 min; 2. Zerkwitz (OSL) 0:21,24 min; 3. Genschmar II (MOL) 0:21,33 min.