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| 02:42 Uhr

Kahnnacht mit Feuerzauber

Gemütlich am Ufer sitzen und den Klängen der Band "DR3KLANG" aus Luckaus Partnerstadt Merzig lauschen konnten die Kahnnacht-Besucher unter anderem auch am Napoleonhäuschen.
Gemütlich am Ufer sitzen und den Klängen der Band "DR3KLANG" aus Luckaus Partnerstadt Merzig lauschen konnten die Kahnnacht-Besucher unter anderem auch am Napoleonhäuschen. FOTO: Birgit Keilbach/bkh1
Luckau. Lange vor dem ersten Ton der Musiker herrschte auf dem Rundkurs neben dem Luckauer Stadtgraben reger Betrieb. In kleinen und größeren Gruppen bummelten hunderte Besucher, trafen Bekannte, hielten ein Schwätzchen und suchten sich einen Platz, von dem aus sie die Musiker in den Kähnen gut sehen und hören konnten. Birgit Keilbach

Mancher nutzte auch die Gelegenheit zu einem Abstecher ins Napoleonhäuschen, wohin Laternen auf den Stufen den Weg wiesen. Von Zeit zu Zeit wurde es in dem kleinen Ausstellungsraum ziemlich eng. Andreas Jahnke vom Luckauer Heimatverein beantwortete die Fragen der Besucher. Extra für die Kahnnacht hatte er verschiedene Säbel aus napoleonischer Zeit in die Vitrine geräumt, die viel Interesse hervorriefen.

"Wochenend‘ und Sonnenschein" stimmte dann das Luckauer Salonorchester am Manteuffelplatz passend auf den Abend ein. Die Luckauer Walter Hennig und Manfred Gehre hatten sich befreundete Musiker eingeladen und kurzerhand für die Kahnnacht das Luckauer Salonorchester gebildet. Mit Schlagern und Evergreens unterhielten sie das Publikum an den verschiedenen Stationen. Auch Nico's Dixieband fuhr als Luckauer Eigengewächs auf dem Stadtgraben.

Kantor Focko Hinken und Musiker vom Gießmannsdorfer Posaunenchor machten mit Jazz und Dixieland gute Laune. Mit besinnlichen Folkrock-Klängen und eigenen Songs unterstrichen Lutz de Shawue und seine Frau Heike aus Wüstermarke das Erlebnis für die Besucher am romantisch beleuchteten Stadtgraben. Mit populären Pop-Songs unterhielt das Duo Feli D. aus Berlin und die Band "DR3KLANG" aus der Luckauer Partnerstadt Merzig brachte die Zuhörer mit Rock- und Pop-Songs in Stimmung. "So schmeckt der Sommer", sangen sie gut gelaunt trotz des zwischenzeitlichen Regens am Mönchhof und steckten damit Kathrin Dequin an. Bestens gelaunt klatschte sie im Takt mit. "Ist doch geil, diese Musik auf den Kähnen." Mit ihrem Partner Thomas Richter war sie aus Hosena zur Kahnnacht gekommen. "Wir sind mit dem Wohnmobil da und übernachten hier", sagte er. "Das ist doch wunderbar organisiert, tolle Musik, ausreichend Parkplätze und Eintritt frei, das ist ein Traum", schwärmte der Hosenaer.

Auch Andreas und Heike Döcke aus Bornsdorf waren begeistert. "Super organisiert, überall kann man sich hinsetzen und die Kähne sind alle schön beleuchtet, dazu die abwechslungsreiche Musik. Wir kommen nächstes Jahr gerne wieder", resümierte das Ehepaar.

Allerdings hatte der Regen im Verlaufe des Abends die Zahl der Zuhörer dann doch etwas reduziert. Die Musiker hingegen hielten alle durch und absolvierten nach kurzen Aufenthalten unter den Brücken zum Trocknen der Instrumente auch die zweite Runde. Und wer durchgehalten hatte, wurde mit einer Überraschung belohnt. Denn nach Einbruch der Dunkelheit wanderte die Gruppe "Sternenstaub" von einer Station zur nächsten und verzauberte die Gäste während des Wartens mit einer Feuershow. Darüber freuten sich Heidrun und Eckhard Leiter, die diesen Abend mit ihrer Hausgemeinschaft erlebten. "Am Moorbad haben wir angefangen, waren dann am Mönchhof und jetzt sind wir hier am Schlossberg hängen geblieben", erzählte Heidrun Leiter.

"Ist doch eine tolle Party und super, was Luckau damit auf die Beine stellt", schwärmte Reiner Steinbach. Mit dem Fahrrad war Marianne Zickert mit Freunden aus Gießmannsdorf nach Luckau gekommen. "Wir haben den Regen überstanden und jetzt werden wir um Mitternacht mit so einer tollen Feuershow überrascht. Damit hatten wir gar nicht gerechnet. Eine super Idee", lobte die Gießmannsdorferin die Organisatoren und Sponsoren dieser ganz besonderen Luckauer Sommernacht.