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Wölfe
Kälbchen bei Kaden gerissen: Vermutlich durch Wölfe

Ein neu geborenes Kälbchen ist auf einer Weide bei Kaden gerissen worden.
Ein neu geborenes Kälbchen ist auf einer Weide bei Kaden gerissen worden. FOTO: Fritz Golze
Luckau-Kaden. Ein neu geborenes Kälbchen ist unlängst nachts auf einer Wiese nahe Kaden vermutlich von Wölfen gerissen worden. Der zuständige Jagdpächter Fritz Golze schickte ein Foto des Tieres an die RUNDSCHAU-Lokalredaktion. Wie er sagte, hätten Gutachter vor Ort bestätigt, dass „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Wölfe die Verursacher waren“. Wie der Jagdpächter sagt, habe er selbst innerhalb der vergangenen vier Wochen mehrfach zwei Wölfe in seinem Revier gesehen. Bislang hätten die Isegrime ihren Hunger vor allem an Rehwild gestillt. „Was das Wild anbelangt, sind sie eine Katastrophe“, so der Waidmann. Der Bestand an Rehen im Revier habe deutlich abgenommen, auch wenn der äußere Eindruck womöglich ein anderer sei. „Man sieht jetzt Rehe häufig an Straßen und nahe Ortslagen. Dahin ziehen sich die Tiere aus dem Wald zurück“, erklärt Fritz Golze. Ein Angriff auf Rinder sei ihm im Raum Kaden bisher nicht bekannt gewesen. Das Kälbchen habe zu einer Herde von 30 Freilandrindern gehört, die auf der Wiese grasten. Womöglich haben die Gerüche nach dem Kalben die Wölfe angelockt, so der Jagdpächter.

Für Menschen schätzt er die Aussicht als „eher gering ein, beim Waldspaziergang auf Wölfe zu treffen.“ Seinen Hund allerdings sollte man an der Leine führen, so sein Rat.

(be)