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| 16:34 Uhr

Vorbereitung auf die Jugendweihe
Mit Workshops ins Erwachsensein

 Für den besonderen Tag der Jugendweihe ist auch ein festliches Outfit wichtig. Damit neben Kleid und Schuhen auch Frisur und Make up perfekt zum Anlass passen, gaben bei einem Workshop die Friseurinnen Rebecca Müller(r.) und Nicole Quandt (l.) Zenzi Reimann (2.v.r.) und Laura Dumontie (2.v.l.) und weiteren Mädchen schon mal praktischen Einblick.
Für den besonderen Tag der Jugendweihe ist auch ein festliches Outfit wichtig. Damit neben Kleid und Schuhen auch Frisur und Make up perfekt zum Anlass passen, gaben bei einem Workshop die Friseurinnen Rebecca Müller(r.) und Nicole Quandt (l.) Zenzi Reimann (2.v.r.) und Laura Dumontie (2.v.l.) und weiteren Mädchen schon mal praktischen Einblick. FOTO: Birgit Keilbach
Luckau. „Studio 77“ gestaltet Jugendweihen und setzt damit eine 60-jährige Tradition in Luckau fort. Von Birgit Keilbach

Nach der Einschulung ist die Jugendweihe für viele junge Menschen der nächste feierliche Anlass, der den Beginn eines neuen Lebensabschnitts markiert.  In Luckau gestaltet der Verein Tanz- und Musicalschule „Studio 77“ seit zwei Jahren diesen Höhepunkt für Achtklässler des Gymnasiums und der Oberschule; 2018 erstmals auch für die 14-Jährigen der Oberschule Dahme. Er übernahm die Aufgabe vom Vorgängerverein „La Belle“ und setzt fort, was 1959 mit der ersten Jugendweihe in der Gartenstadt begann. „Wenn man die Tradition nicht pflegt, geht irgendwann der Sinn verloren. Doch der Schritt von der Kindheit ins Erwachsenenleben sollte bewusst erlebbar sein“, begründet Vereinsvorsitzende Cornelia Reich.

Schon die Vorbereitung mit separat buchbaren Workshops macht den jungen Leuten bewusst, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Der erste widmete sich dem Thema, welche Rechte und Pflichten auf die 14-Jährigen zukommen. Melina Stoye fand ihn interessant. „Wir haben erfahren, wie lange man im Kino und in der Disko bleiben kann, welchen Unterschied es ausmacht, ob man 14 oder 16 Jahre alt ist“, erzählte sie. Auch das Jugendschutzgesetz, Jugendkriminalität und Waffenrecht seien thematisiert worden.

Im zweiten Workshop standen Hairstyling und Make up im Mittelpunkt. 17 Mädchen nutzten das Angebot. Leonie Libor aus Zinnitz hatte sich fürs Ausprobieren mit Friseurin Rebecca Müller schon eine ausgewählt. „Ich will sehen, wie ich damit aussehe und ein paar Tipps fürs Make up bekommen“, sagte sie. Laura Dumontie aus Golßen hatte ein Foto vom Kleid mitgebracht. Friseurin Nicole Quandt gestaltete dazu passend eine Hochsteckfrisur. „Die Idee gefällt mir“, freute sich Laura. „Fitness und Bewegung“ sowie „Knigge bei Tisch“ sind Themen weiterer Workshops im März.

Im April und Mai werden insgesamt 130 Achtklässler der Oberschulen in Luckau und Dahme sowie des Luckauer Bohnstedt-Gymnasiums feierlich in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Der Verein bildete dafür wie in jedem Jahr eine Projektgruppe. Neben der Organisation der Workshops bereiten die Akteure die Feierstunde detailliert vor. „Sie soll ein Höhepunkt sein, bei dem die jungen Leute selbst im Mittelpunkt stehen“, erläutert Cornelia Reich. Die Stunde biete einen Moment des Innehaltens; nicht nur für die Jugendweiheteilnehmer, auch für die Eltern und Großeltern. Ihnen werde bewusst, dass die Kinder und Enkel jetzt beginnen, ihren eigenen Weg zu gehen. „Ich sehe von der Bühne aus immer viele Emotionen“, sagt die Vereinschefin, die seit vielen Jahren die Festrede hält.

Das Programm umfasst Gesang, Live-Musik, Tanzdarbietungen, Festrede und die feierliche Übergabe von Urkunde, Geschenk und Blumen auf der Bühne. Die Jazz- und Showgruppe des Vereins bereitet es mit Tanzlehrerin Cölestine Zoe Reich sowie Lutz und Heike Neumann (Shawue) vor. Gemeinsam werden moderne Musiktitel ausgewählt, und Lutz Neumann schreibt diese dann für Klavier, Gitarre, Geige und Gesangsstimmen um. Junge Leute tanzen, singen und musizieren für die Achtklässler an diesem besonderen Tag. Die Jugendlichen bereiten Dankesworte an jene vor, die ihnen wichtig sind.

Mit dem feierlichen Rahmen will das Team vom Tanzstudio 77 „ihnen unsere Wertschätzung entgegen bringen, ihnen sagen, dass wir ihnen vertrauen. Wir wollen ihnen vermitteln, dass sie wichtig für die Region sind, um deren Zukunft mitzugestalten. Wir wollen ihnen auch Mut machen, sich auszuprobieren, Grenzen auszutesten und Toleranz gegenüber anderen zu lernen“, sagt Cornelia Reich. Eine besondere Wertschätzung sieht sie darin, dass Luckaus  Bürgermeister Gerald Lehmann sowie Dahmes Amtsdirektor David Kaluza persönliche Worte an die jungen Leute richten werden.