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Jetzt wieder Reitertag in Wildau-Wentdorf

Ronja Müller trainiert mit dem Wallach "Ramino" für den Reitertag an diesem Sonntag in Wildau-Wentdorf.
Ronja Müller trainiert mit dem Wallach "Ramino" für den Reitertag an diesem Sonntag in Wildau-Wentdorf. FOTO: Staindl/asd1
Wildau-Wentdorf. Noch vor zwei Jahren stand der Fläming-Ort vor dem Ende der traditionsreichen Veranstaltung. Doch nun hat sich das Blatt gewendet. Viele Kinder und Jugendliche wollen reiten. Andreas Staindl / asd1

Es geht weiter. Am Sonntag findet der 21. Reitertag in Wildau-Wentdorf (Amt Dahme) statt. Geplant war das nicht. Noch vor zwei Jahren sah es so aus, als würde der Reit- und Fahrverein Dahmer Land e.V. die Veranstaltung zum letzten Mal durchführen. Die damals 20.Auflage sollte eigentlich der Schlusspunkt sein. Der Grund: Reiter, Pferde und Helfer wurden immer weniger im Verein.

Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. "Wir haben Zulauf", sagt der Vereinsvorsitzende Peter Lehmann. "Es stehen wieder mehr Pferde in unserem Stall. Zudem haben wir zahlreiche neue Mitglieder. Vor allem Mädchen nehmen bei uns Reitunterricht. Ihre Eltern unterstützen uns. Dank deren Engagement und wegen der Nachfrage aus anderen Reitvereinen haben wir uns entschieden, doch wieder einen Reitertag durchzuführen."

Der Vereinschef erwartet Teilnehmer aus zahlreichen Reitvereinen der Region. Er selbst bereitet ebenfalls Mädchen auf das Turnier in seinem Heimatdorf vor. Ronja Müller ist eine von ihnen. Die 14-Jährige wohnt in Schäcksdorf (Unterspreewald), reitet seit neun Jahren, seit einiger Zeit im Reit- und Fahrverein Dahmer Land. Peter Lehmann trainiert sie. "Er gibt mir viele Tipps", erzählt Ronja Müller. "Ich fühle mich hier sehr wohl im Verein. Er ist sehr familiär, das gefällt mir."

Die 14-Jährige ist ein Pferdenärrin, liest sich viel Wissen an. "Sie beschäftigt sich sehr intensiv mit Pferden", bestätigt Peter Lehmann. Das Mädchen fährt fünf Mal pro Woche zum Reitunterricht nach Wildau-Wentdorf. "Ich bin gern auf dem Reiterhof. Reiten ist ein schöner Ausgleich zur Schule. Manchmal lerne ich für den Unterricht sogar neben meinem Pferd." Ronja reitet auf Ramino - einem Gastpferd. Für den 20-jährigen Wallach wird es wahrscheinlich das letzte Turnier sein wie die Schäcksdorferin sagt.

Auch Paula Paschirbe ist während des Reitertags am Sonntag dabei. Die Luckauerin reitet seit elf Jahren. Auch sie wird jetzt von Peter Lehmann trainiert. "Der Reitunterricht bei ihm macht mir viel Spaß", sagt die 14-Jährige. "Ich lerne hier sehr viel. Zudem stimmt die Atmosphäre im Verein."

Auch Frederike Lehmann mag das familiäre, das Überschaubare am Verein. Und, "dass man hier in aller Ruhe und ohne viel Druck das Reiten lernen kann". Die 14-Jährige trainiert seit zwei Jahren bei Peter Lehmann und dessen Frau Birgit. Während sich der Vereinschef auf das Springen spezialisiert hat, kümmert sich Birgit Lehmann um den Dressurunterricht. Frederike Lehmann nutzt gern das fachliche Wissen der beiden Trainer - "zumal mein Heimatort Pitschen-Pickel gleich in der Nachbarschaft liegt".

Ob sie während des Reitertags als Aktive dabei ist, entscheidet sie kurzfristig. "Ehrgeizig bin ich aber schon. Und ich will mit meiner Stute Fiona auch etwas erreichen."

Der 21.Reitertag in Wildau-Wentdorf findet am 3. September dieses Jahres statt. Die Veranstalter dürfen dafür den Reitplatz an der Stallanlage der Agrargenossenschaft Wildau-Wentdorf nutzen. "Wir sind sehr dankbar dafür", sagt Peter Lehmann. Auch dafür, dass wir von Bürgern im Dorf unterstützt werden, beispielsweise frisch gebackenen Kuchen erhalten.

Das Turnier selbst ist vor allem für Kinder und Jugendliche sowie junge Turnierpferde gedacht. Sie sollen Erfahrungen sammeln, um später bei größeren Turnieren starten zu können.

Der Reitertag am Sonntag beginnt um neun Uhr mit Dressurwettbewerben. Um 13 Uhr wird die Veranstaltung mit der Einmarschparade offiziell eröffnet. Anschließend finden verschiedene Wettbewerbe statt.

Gegen 16:30 Uhr wird die letzte Prüfung gestartet.