ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:08 Uhr

„Jeder Cent hilft den Opfern“

Glienig.. Der Wohnpark der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Glienig reiht sich ein in die lange Reihe der Spender für die Flutopfer in Südostasien. Selbstverständlich ist das nicht. Von Andreas Staindl

Den Bewohnern in der Glieniger Einrichtung stehen durchschnittlich 50 Euro monatlich zur freien Verfügung. Davon werden etwa Tabakwaren gekauft oder Süßigkeiten. Fast alle der 21 Bewohner des Außenwohnbereiches verzichten in diesem Monat auf den gewohnten Genuss.
„Wir haben die Bilder im Fernsehen gesehen. Als wir sahen, dass tausende Menschen ihr gesamtes Hab und Gut verloren, stand für uns schnell fest, dass wir helfen“ , erzählt Erhard Eulenburg und ergänzt: „Wir wissen doch am besten wie es ist, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Auch wir können im Wohnpark nur so gut leben, weil andere uns unterstützen.“ Hildegard Schneider war überrascht. „Ich habe nichts von der Aktion gewusst. Unsere Bewohner waren offenbar so von der Katastrophe beeindruckt, dass sie spontan Geld sammelten“ , erzählt die Wohnbereichsleiterin und gesteht: „Ich bin schon stolz auf sie.“ Fast alle gaben fünf Euro und damit etwa zehn Prozent ihres monatlichen Etats. 99 Euro kamen insgesamt zusammen. „Ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber jeder Cent hilft“ , meint Erhard Eulenburg. Annegret Hochschild sagt: „Für fünf Euro hätte ich mir einige Tafeln Schokolade kaufen können - die esse ich so gerne. Doch für die Menschen im Katastrophengebiet verzichte ich gern.“

Spendenaktion DRK Fläming-Spreewald sammelt am Sonnabend
 Der DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald startet am Sonnabend in der Region eine große Spenden-Sammelaktion. Von 10 bis 13 Uhr stehen DRK-Vertreter gemeinsam mit Politikern an insgesamt 16 verschiedenen Standorten, teilt das DRK mit.
In Dahme sammeln morgen Nancy Saakel, DRK-Ortsvereinsvorsitzende, und Dieter Krakowitzki (Chef der Wasserwacht Dahme) vor dem Minimal-Markt. Sie werden unterstützt von Amtsdirektor Frank Pätzig, Bürgermeister Thomas Willweber und der CDU-Landtagsabgeordneten Carola Hartfelder.
Vor dem Edeka-Markt in Luckau stehen Samstag Marina Breszgott, Leiterin der DRK-Sozialstation Lübben/Luckau, und weitere DRK-Mitglieder gemeinsam mit Bürgermeister Harry Müller und LDS-Wirtschaftsdezernent Carl-Heinz Klinkmüller.