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Jedem Streit auch eine Frist setzen

Man könnte es so schön friedlich haben! Wenn nur die Anderen nicht wären. Denn die Anderen sind es doch, die es immer wieder einfach nicht einsehen wollen, dass sie im Unrecht sind.

Oder? Ja, ja, überall wo Menschen miteinander leben oder arbeiten, da gibt's auch hin und wieder dicke Luft.

Sie kennen das. Charaktäre, Meinungen, Lebensstile prallen aufeinander, der blöde Hornochse will dich einfach nicht verstehen, ein Wort gibt das andere und fertig ist der schönste Zoff. Leider ist das meist alles andere als lustig. Wenn es dazu führt, dass wir abends nicht mehr in den Schlaf finden oder mit bestimmten Menschen nicht mehr reden können oder ihnen ganz aus dem Weg gehen müssen, dann belastet das beide Seiten. Es vermiest einem den Spaß an der Arbeit, Familien werden entzweit oder Freundschaften zerbrechen. Meinungsverschiedenheiten lassen sich aber nunmal nicht ganz ausschließen. Konflikte müssen auch ausgetragen werden. Was tun? In der Bibel gibt es einen sehr praktischen und seit Generationen mit Erfolg erprobten Rat: "Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen." (Epheserbrief 4,26)

Wenn man den Streit nicht beilegt, solange er noch frisch ist, dann kann es sein, dass sich keiner mehr dazu durchringen kann, einen Schritt auf den Anderen zu zu machen. Und dann schwelt es weiter. Es ist eine Ermutigung dazu, jedem Streit eine Frist zu setzen. Wenn es bis dahin keine Lösung gibt, sollte man sich einen Ruck geben und nicht zu feige sein, um Verzeihung zu bitten und auch nicht zu stolz, um zu vergeben. Am besten vor Sonnenuntergang. Dann schläft es sich auch besser.