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| 15:58 Uhr

Aus der Wirtschaft
Israelische Gäste bei Lauer

Erez Shustri testet unter Anleitung von Enrico Lampert (r.) die moderne Markiermaschine.
Erez Shustri testet unter Anleitung von Enrico Lampert (r.) die moderne Markiermaschine. FOTO: LR / Carmen Berg
Luckau-Alteno. Junge Firma in Alteno nutzt bei Fahrbahnmarkierungen modernste Technik und Farben.

Enrico Lampert steuert die moderne Markiermaschine über die Testfläche auf dem Gelände der Lauer GmbH in Alteno. Er hinterlässt einen Streifen aus gleichmäßigen Noppen, so genannten Dots, denen winzige Glasperlen beigefügt sind. Erez Shustri und sein Kollege aus Tel Aviv machen Fotos. Sie haben viele Fragen. „Wie schnell kann die Maschine fahren?“, „Bei welchen Temperaturen kann das Verfahren angewendet werden?“ „Was kostet die Technik?“

Die Lauer Verkehrstechnik GmbH mit zwölf Mitarbeitern ist eine junge Firma und ein Tochterunternehmen von Matthäi. Sie hat sich Ende November gegründet und im ehemaligen Stender-Blumenerde-Werk ihren Sitz. Zum Aufgabenfeld gehören sowohl Sicherheitsbeschilderungen und -einrichtungen für Baustellen als auch Markierungen. Dass die israelischen Gäste sich gerade bei ihnen informieren wollen, hat einen guten Grund, wie Lauer-Geschäftsführer Marco Quendt erklärt. Den Vertretern von „Neway“, dem größten Markierer und Straßenausstatter Israels, geht es um höchste Qualitätsstandards und langlebige Systeme. Werde doch in ihrer Heimat häufig noch mit herkömmlichen Farben gearbeitet, die sich schnell abnutzten.

Die Markiermaschine, die sie in Alteno sehen, kommt vom Weltmarktführer Hofmann, das Farbmaterial von Alteco, ebenfalls einem führenden Hersteller der Branche. Beide Firmen stehen gemeinsam mit den Praktikern von Lauer ausgiebig Rede und Antwort.

Enrico Lampert bringt mit seiner brandneuen Technik, Baujahr 2018, Kaltplastik-Agglomerate aus, also vorher lose Bestandteile, die technisch zu einem Verbund verarbeitet werden. Das Material sei beständig, es verhindere Aquaplaning, die integrierten Reflektionsperlen würden außerdem vom Winterdienst beim Schneeräumen nicht „geköpft“, sondern weiter sichtbar bleiben, zählen die Praktiker Vorteile auf. Gesteuert werden die Prozesse über eine komplexe Computertechnik im Cockpit. Erez Shustri lässt es sich nicht engehen, unter Mithilfe von Enrico Lampert selbst einmal Steuermann zu sein.

An seiner Arbeit mag Enrico Lampert die Vielseitigkeit, erzählt er. Ob auf dem Eurospeedway Lausitz, in der Cottbuser Innenstadt oder auf dem Luckauer Supermarkt-Parkplatz - vielerorts, wo Fahrbahnen, Stellflächen, Überwege neu ausgezeichnet werden müssen, hinterlassen die Luckauer Markierer ihre Spur. Nicht selten werde auch nachts oder am Wochenende gearbeitet. Ihm sei das die liebste Zeit, wenn alles drumherum ruhig sei, sagt Enrico Lampert.

Sicherheitseinrichtungen und Verkehrsschilder von Lauer sind an so manchen Straßenbaustellen zu finden, aktuell beispielsweise an der Dahmer Ortsdurchfahrt, die neu grundhaft ausgebaut wird. Die Schilder werden individuell hergestellt auf einem hauseigenen Drucker „im Wert eines Kleinwagens“, wie Geschäftsführer Marco Quendt erklärt.

Manchmal seien auch an diesen Anlagen Nachtschichten nötig, allerdings in der Regel ungewollt. „Es gibt immer wieder Unverbesserliche, die Einrichtungen beschädigen oder Schilder stehlen. Dann müssen unsere Leute raus, um die Sicherheit wieder herzustellen“, so der Geschäftsführer.

Daniel Lehmann zeigt Sicherheitstechnik des Unternehmens in Aktion.
Daniel Lehmann zeigt Sicherheitstechnik des Unternehmens in Aktion. FOTO: LR / Carmen Berg