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| 02:41 Uhr

In Luckau Gedenken an Karl Liebknecht

Die Ehrung zu Liebknechts Todestag am Denkmal in Luckau hat Tradition. Organisator war die örtliche Linke. Historiker Dr. Florian Wilde (r.) ließ das Wirken des Arbeiterführers Revue passieren.
Die Ehrung zu Liebknechts Todestag am Denkmal in Luckau hat Tradition. Organisator war die örtliche Linke. Historiker Dr. Florian Wilde (r.) ließ das Wirken des Arbeiterführers Revue passieren. FOTO: be
Luckau. Vertreter der Linken aus Luckau und der Region haben am gestrigen Freitag mit Kränzen und roten Nelken am Denkmal an der Stadtmauer an den 97. Todestag von Karl Liebknecht erinnert. Carmen Berg

Der einstige SPD-Reichstagsabgeordnete und Mitbegründer der KPD war nach einem Hochverratsprozess von 1916 bis 1918 in Luckau inhaftiert. Im Januar 1919 wurde er wie auch Rosa Luxemburg von rechten Freikorps-Offizieren ermordet. Florian Wilde, Historiker und Referent der Rosa-Luxemburg-Stiftung, würdigte in seiner Gedenkrede Liebknechts Einsatz für einen gemeinsamen Kampf über die Grenzen von Rassen und Nationen hinweg und gegen den Krieg. Es müsse darum gehen, seine Ideen eines demokratischen Sozialismus der Jugend wieder stärker zu vermitteln, sagte er. Der Ehrung schloss sich ein Meinungsaustausch im Mehrgenerationenhaus an.

Der Bildhauer Theo Balden hatte das Luckauer Denkmal 1969 geschaffen. Bis zur Wende stand es auf dem Markt.