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| 13:31 Uhr

Kinderbetreuung
In Kitas noch Platz – Hort aber rappelvoll

Luckau will 2019 über Lösungsvarianten gegen die Raumnot entscheiden.

Die kommunalen Kitas der Gartenstadt sind gut ausgelastet, wenngleich noch nicht überfüllt. Darüber hat Sachgebietsleiterin Yvette Poser vor dem vergangenen Schul- und Sozialausschuss informiert. Insgesamt liegt der Auslastungsgrad bei 93 Prozent. Es gebe noch Polster, beispielsweise für junge Familien, die als Zuzügler oder als Rückkehrer in die Gartenstadt und ihre Ortsteile kommen.

Die neu eröffnete Kita „Kleiner Maulwurf“ in Duben ist laut Verwaltung zu 72 Prozent ausgelastet. Sie ist wegen ihrer Autobahnnähe auch als Angebot für Pendler gedacht. Bislang seien Pendler aber noch kein Schwerpunkt, sagte Yvette Poser auf Nachfrage von Lothar Treder-Schmidt (Luckau-Land/Grüne). Betreut würden in Duben neben kleinen Luckauern Steppkes aus dem Lübbener Raum und Kinder aus Heideblick, deren Eltern in der Justizvollzugsanstalt arbeiten.

Wie die Sachgebietsleiterin berichtet, haben die Jungen und Mädchen das neue Haus gut angenommen. „Sie fühlen sich dort pudelwohl.“ Die Belegung werde schnell wachsen, ist sie überzeugt. Im Vordergrund dabei stehe, den Rechtsanspruch für Luckauer Familien auf Kita-Betreuung zu sichern, so die Fachfrau.

In der Kita „Sonnenblume“ sowie in Uckro und Görlsdorf, im Luckauer Montessori-Kinderhaus und der evangelischen Kita „Haus Gottessegen“ spielen und lernen Kinder von Geflüchteten zusammen mit einheimischen Jungen und Mädchen. 13 Kinder sind es in der größten Kita „Sonnenblume“, fünf bis sechs in den Land-Kitas. Kaum Nachfrage gebe es für den Hort mit nur acht Flüchtlingskindern.

Der Hort bleibt nach wie vor proppenvoll. Die Kapazität ist befristet bis 2020 von 260 auf 290 Plätze aufgestockt worden. Im neuen Jahr will Luckau eine Entscheidung treffen, wie mit der Raumnot an Hort und Grundschule umgegangen werden soll. In einer erweiterten Sitzung des Bauausschusses im Januar, zu der neben Stadtverordneten Vertreter von Schulen, Kitas und Hort eingeladen sind,  sollen verschiedene Lösungsvarianten vorgestellt werden, kündigt Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) an.

Mit Fachpersonal sind die Kindereinrichtungen der Verwaltung zufolge gut ausgestattet, nur die „Sonnenblume“ lag Anfang Dezember knapp unter dem Soll. Der Grund: „Eine neue Stelle wird dort erst zum Januar besetzt“, so Yvette Poser.

Gute Erfahrungen mache die Stadt mit ihrem Weg, Erzieher berufsbegleitend auszubilden. Die Verwaltung halte Kontakt zum Landkreis Dahme-Spreewald, der zwei Erzieher-Klassen  am Oberstufenzentrum in Königs Wusterhausen vorsieht. „Luckau hat Bedarf angemeldet, aber die jungen Leute entscheiden selbst, ob sie dort oder an anderen Schulen in Lübbenau oder Cottbus ihre Ausbildung aufnehmen wollen“, so Yvette Poser auf Nachfrage von Olaf Schulze (CDU).