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| 17:50 Uhr

Dahme
In Diskussion: Bürgersaal in Dahme

Die Sportwelt in Dahme könnte mit einem Bürgersaal aufgewertet werden. Der Unternehmer Werner Hoffmann hat mit dieser Idee eine Diskussion angeschoben.
Die Sportwelt in Dahme könnte mit einem Bürgersaal aufgewertet werden. Der Unternehmer Werner Hoffmann hat mit dieser Idee eine Diskussion angeschoben. FOTO: Andreas Staindl
Dahme. Bisher fehlen geeignete Räumlichkeiten. Die Idee: ein Umbau in der Sportwelt.

In Dahme wird gern gefeiert. „Doch uns fehlen geeignete Räumlichkeiten“, sagt Werner Hoffmann. Der Geschäftsführer des Autohauses Hoffmann & Söhne in Dahme will das ändern. Seine Idee: Einen Bürgersaal in das Sport-und Freizeitobjekt „Sportwelt“ installieren.

Dafür müsste einer der beiden Indoor-Tennisplätze weichen. Drei weitere Plätze stehen im Freien zur Verfügung. „Das reicht, um sich fit zu halten“, sagt der Unternehmer. „Es spielen deutlich weniger Leute Tennis als noch vor ein paar Jahren. Mit einem Bürgersaal würden wir viel mehr Menschen die Möglichkeit geben, sich kulturell und gesellig zu unterhalten.“ Etwa 500 Gäste hätten ihm zufolge im rund 600 Quadratmeter großen Bürgersaal Platz, der bei Bedarf etwa durch eine Schiebetür geteilt werden könnte.

Der Umbau des Tennisplatzes zum Saal sei aus seiner Sicht unkompliziert. Werner Hoffmann hat dafür Kosten von etwa 60 000 Euro errechnet: „Zusätzliche Bewirtschaftungskosten gäbe es keine. Sanitäranlagen sind vorhanden. Zudem wäre der Saal barrierefrei zu erreichen.“ Der Bürgersaal würde an die vorhandene Gaststätte anschließen. „Die Bedingungen sind ideal“, sagt Werner Hoffmann. „Und mit dem Saal würde die Akzeptanz der Sportwelt bei den Bürgern deutlich steigen.“

Erfahrungen mit dem Objekt hat er. Der Unternehmer war Vorsitzender des Turn-und Sportverein (TSV) Empor Dahme, saß als Stadtverordneter zudem am Rathaustisch. Er ist von seiner Idee eines Bürgersaals überzeugt. Auch, „weil das Amt Dahme mit dem Anschluss der Gemeinde Niederer Fläming gewachsen ist“.

Der Amtswehrführer Karsten Schmidt hatte schon darauf hingewiesen, dass es schwierig sei, einen großen Saal etwa für Versammlungen der Kameraden zu finden (die RUNDSCHAU berichtete). Der Feuerwehrchef sitzt für die Freien Wähler auch in der Dahmer Stadtverordnetenversammlung, leitet zudem den Ausschuss „Freiwillige Einrichtungen“. In letzterem Gremium würde er die Idee eines Bürgersaals diskutieren: „Werner Hoffmann müsste das Vorhaben dort vorstellen.“

Das sieht der Bürgermeister Thomas Willweber (Freie Wähler) genauso: „Die Idee von Werner Hoffmann ist gut. Sein Vorschlag muss aber in den entsprechenden Ausschuss und die Stadtverordnetenversammlung. Es ist durchaus denkbar, dass er dort eine Mehrheit findet.“

Die Sportwelt ist Eigentum der Stadt Dahme und wird noch bis zum Sommer dieses Jahrs vom TSV Empor Dahme betrieben wie der Bürgermeister sagt. Neben den Tennisplätzen steht auch eine Ballsporthalle zur Verfügung. Diese Halle wurde schon bisher auch zum Feiern genutzt – zuletzt während des Faschings am vergangenen Wochenende. Mit dem Bürgersaal schwebt Werner Hoffmann eine dauerhafte Lösung vor. „Ob das Vorhaben in diesem oder nächsten Jahr realisiert wird, ist mir egal. Wichtig ist, dass darüber diskutiert wird.“

Thomas Willweber geht selbst bei einer Zustimmung der Stadtverordneten für das Projekt von einer Umsetzung nicht vor 2019 aus. Er ist allerdings offen für eine Diskussion: „Jeder Gedanke der hilft, die Sportwelt attraktiv zu machen und wirtschaftlich zu betreiben, ist willkommen.“